Banking mit Impact fischt am falschen Ende des Marktes
Eine Freundin von mir hat ungewöhnliche Post bekommen. So wie aktuell 35.000 weitere Kunden der nachhaltigen Triodos Bank. Es sind Kündigungsschreiben. Die Bank gibt auf. In Deutschland könne man mit dem Angebot auf absehbare Zeit keine relevante Größe erreichen, teilt der Vorstand in dem Schreiben mit.
Daraus könnte man schließen, es gäbe in Deutschland nicht genug Nachfrage für grüne und soziale Geldanlagen. Die Wahrheit ist eine andere: Das Thema hat als Massengeschäft strukturelle Probleme. Aber es fehlt genau dort, wo es funktionieren würde: bei den vermögenden Kunden.
Triodos ist nicht allein. Bei den Kirchen haben Pax-Bank und Bank für Kirche und Caritas fusioniert. Die Digitalbank Tomorrow hat sich 2025 gesundgeschrumpft, ihr letzter Jahresabschluss ist trotzdem noch tiefrot. Die Kunden zücken die schöne Debitkarte aus Holz, legen Vermögen aber woanders an.
Das Anlageuniversum wird nach oben hin größer
Das Wachstum ist nicht das Problem. Der Nischen-Primus GLS Bank wächst zwar inzwischen auf 388.000 Kunden und 11,6 Milliarden Euro Volumen, verdient aber mit 24 Cent je 100 Euro Bilanzsumme nur ein Drittel von dem, was andere Genossenschaftsbanken schaffen.
Eine Freundin von mir hat ungewöhnliche Post bekommen. So wie aktuell 35.000 weitere Kunden der nachhaltigen Triodos Bank. Es sind Kündigungsschreiben. Die Bank gibt auf. In Deutschland könne man mit dem Angebot auf absehbare Zeit keine relevante Größe erreichen, teilt der Vorstand in dem Schreiben mit.
Der Grund: Nachhaltigkeitsbanken müssen die........
