Der wohl einzige Ort, an dem sich High-Performer-Eltern wohlfühlen
Mein Sohn, 15 Monate, hasst Spielplätze. Er will nicht klettern. Er will keinen Sand anfassen. Er will nicht mal schaukeln. Wenn ich ihn in eine Kleinkindschaukel setze, schaut er mich mit traurigen, großen Augen an, als wolle er sagen: „O.k., ich mach’ das mit, weil du es bist.“
Viel lieber geht er in Kindercafés. Damit meine ich nicht die Trampolin- und Hüpfburghöllen in schrill-bunten Tönen. Sondern gediegene Cafés in Millenial-Core-Ästhetik, häufig mit Makramee und bedeutungsschweren Sprüchen an der Wand, wo eine Portion aufgeschäumte Biomilch (Babyccino) gern drei Euro kostet. Zwei Stunden in einem Little Bunny oder Chiquito kosten gern mal 20 Euro, wenn man sich zum Eintritt von sechs oder sieben Euro pro Nase noch eine zuckerfreie Bananenwaffel gönnt.
Dafür gibt es keinen klebrigen Sand. Das findet mein Sohn gut.
Das erste Mal betreten habe ich ein Kindercafé lange vor meiner Schwangerschaft. Damals war ich im Baby Bee in Düsseldorf-Pempelfort, um einen Gutschein für eine Kollegin abzuholen. Auf der Spielfläche waren vier, fünf Kinder im Alter von etwa zwei Jahren, die allesamt aussahen, als wären sie einer Benetton-Kampagne entsprungen.
Mein Sohn, 15 Monate, hasst Spielplätze. Er will nicht........
