Der Schock-Moment der Buchbranche
Buchmesse : Der Schock-Moment der Buchbranche
Der nachlässige Umgang der Digitalkonzerne mit Urheberrechten erinnert an die Musikpiraterie der Napster-Ära – nur dreister.
Künstliche Intelligenz (KI) kann keine Bücher schreiben, zumindest keine guten. Darin waren sich Buchliebhaber bislang einig. Die KI sei noch immer erstaunlich schlecht darin sind, Spannung zu erzeugen, sagen Literaturwissenschaftler. Daran gearbeitet wird aber wohl, wie ein Fall aus Frankreich nahelegt.
Dort erhielt der Roman „C’était ça ou mourir“ den Fnac-Literaturpreis. Nun aber wurde er von der Auswahlliste für den Prix Goncourt, den wichtigsten Literaturpreis des Landes, gestrichen, weil laut der französischen Schriftstellervereinigung der Verdacht besteht, der kanadisch-haitianische Autor Thélyson Orélien habe KI stark mitschreiben lassen.
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Der Fall muss noch geklärt werden, bislang ist es ein Verdacht, der Schriftsteller spricht von Verleumdung. Für Aufregung sorgt KI in der Branche aber unabhängig davon schon länger. Einerseits fasziniert sie Buchfreunde und Verlage, wie die 100-Millionen-Euro Investition des C.H.Beck-Verlags in die Rechts-KI Noxtua zeigt. Es ist die bisher größte Investition in der 260-jährigen Geschichte des Verlags.
Entsetzt aber ist die Branche, mit welcher Chuzpe große KI-Anbieter sich in den vergangenen Jahren, ohne zu fragen, Bücher als kostenlosen Rohstoff........
