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„Nicht der richtige Zeitpunkt für ein jüdisches Buch“

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17.07.2026

Eklat im PEN America : „Nicht der richtige Zeitpunkt für ein jüdisches Buch“

Im US-Literaturbetrieb greift ein stiller Boykott gegen jüdische Autoren um sich. Nun eskaliert der Streit beim PEN America: Der Präsident wirft hin und lobt die offene Ausgrenzung allen Ernstes als „Dialog“.

Die Versuche, den Nahostkonflikt im PEN America zu lösen, nehmen zunehmend groteske Züge an. Die Schriftstellerorganisation erlebt seit dem 7. Oktober 2023 heftige interne Kontroversen. Immer wieder wurde über die korrekte Dosierung von Mitgefühl für Israelis und Palästinenser gestritten und darüber, wie man sich zum Gazakrieg positionieren solle. Boykotte von Autorinnen und Autoren führten 2024 zur Absage der PEN Literary Awards und des World Voices Festival. Wenig später trat die langjährige Geschäftsführerin Suzanne Nossel zurück – ihr war eine zu israelfreundliche Haltung vorgeworfen worden –, während Ex-Präsident Ayad Akhtar den Kurs der Organisation öffentlich verteidigte.

Vergangene Woche ist auch der äthiopisch-amerikanische Schriftsteller Dinaw Mengestu nach nur sieben Monaten im Amt als Präsident zurückgetreten, und wieder ging es um kulturellen Boykott. Auslöser des Streits war ein PEN-Beitrag über die zunehmende Diskriminierung nicht nur israelischer, sondern jüdischer Autoren im........

© Frankfurter Allgemeine