Der DFB stellt sich blind
Boykott der WM 2026? Beim Deutschen Fußball-Bund wird schon die Debatte verweigert. Der Verband schweigt zu dem, was alle täglich sehen können. So steuert er bei der WM auf den nächsten Fehlschlag zu.
Oke Göttlich hat ein kleines Feuer gelegt. Er hat in der vergangenen Woche über etwas gesprochen, über das möglichst geschwiegen werden soll im deutschen Fußball: die Boykott-Frage. Es sei die Zeit gekommen, darüber nachzudenken, ob man zur WM in die USA fahre, sagte Göttlich in einem Interview mit der Hamburger „Morgenpost“. Damit war eine Debatte in der Fußballwelt, die die mächtigsten Männer dieser Branche unbedingt verhindern wollen.
Göttlich ist Präsident des öffentlich sehr politischen FC St. Pauli, es überrascht nicht, dass er es ist, der diese Debatte in die Liga trägt. Aber Göttlich ist auch Präsidiumsmitglied des derzeit öffentlich sehr unpolitischen Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Und der hat eine andere Strategie im Umgang mit den politischen Implikationen dieses Turniers: Die Augen fest zukneifen, die Lippen versiegeln, und dann auf in die USA. Politik ist kein........
