Die Wähler lassen die AfD davonkommen
Filz und Machtstreben in der AfD : Die Wähler lassen die AfD davonkommen
Vetternwirtschaft gibt es überall. Aber die AfD treibt es besonders bunt. Weil sie den Filz als Machtinstrument nutzt – und die Wähler sie lassen.
Es spricht einiges dafür, dass die AfD ihren alten Slogan „Unser Geld für unsere Leute“ auf absehbare Zeit nicht mehr verwenden wird. Denn die ausgiebige Beschäftigung von Familienmitgliedern steht im Widerspruch zum gerne gepflegten Selbstbild der AfD, tapfere Kämpferin gegen das Verschleudern von Staatsgeld zu sein.
Stattdessen hat sie die erste Gelegenheit zum Verteilen von Steuermitteln genutzt, um Gelder in die Taschen der eigenen Familien zu lenken. Es geht um die Mitarbeiterbudgets von Abgeordneten, die auch Oppositionsparteien zustehen, die keinen direkten Zugriff auf die Staatskasse haben. Die AfD steht nun wie eine Partei da, die den Filz der „Kartellparteien“ nur beseitigen möchte, um ihn durch ihren eigenen zu ersetzen.
Die Affäre hat neben der finanziellen noch eine weitere Dimension: Bei der Auswertung der Beschäftigungsverhältnisse fällt auf, dass die AfD ihre Budgets auf deutlich mehr Mitarbeiter verteilt als andere Parteien. Warum?
Die Erklärung liegt vermutlich nicht nur darin, dass sich durch Minijobs am meisten Netto aus dem Brutto herausholen lässt. Noch stärker dürfte es........
