Die Techkonzerne sollten zuerst in die Pflicht genommen werden
Kinderschutz im Netz : Die Techkonzerne sollten zuerst in die Pflicht genommen werden
Die Expertenkommission der Bildungsministerin will Kinder vor Tiktok und Co. schützen – durch Elternschulungen, Lehrerfortbildungen, Regulierung. Das dauert zu lange. Wie wäre es jetzt mit einem Social-Media-Moratorium?
Die von Bildungs- und -familienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat geliefert. Und das nicht zu knapp. 56 Handlungsempfehlungen legte das Gremium heute vor. Es dürfte international einer der umfassendsten Vorschläge sein, um Kinder vor verstörenden Inhalten, Cybermobbing, aufdringlichen Chatbots und suchtfördernden Technologien zu schützen. Gleichzeitig könnte der Umfang zum Problem werden.
Denn der „Schutz“ ist nur eines von drei Zielen des Papiers. Die anderen beiden sind die Teilhabe an der digitalen Welt sowie die Befähigung, dort kompetent zu handeln. Entsprechend wehrt sich die Kommission gegen ein Verbot sozialer Medien für junge Menschen, wie es etwa Australien eingeführt hat, mit den Worten: „Schutz darf nicht in pauschalen Ausschluss münden.“
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