Keir Starmer ist ein Premier auf Abruf
Der britische Premierminister hat schon vor der Mandelson-Epstein-Affäre viel falsch gemacht. Geht es so weiter, dürfte das Nigel Farage und seiner Anti-Establishment-Partei Reform UK weiteren Zulauf bringen.
Nach dramatischen Tagen scheint der britische Premierminister Keir Starmer sich vorerst gerettet zu haben. Aber seine Regierung wirkt wie ein stark beschädigtes Schiff nach schwerem Sturm. Die Affäre um den schillernden Labour-Politiker Peter Mandelson, der trotz seiner langjährigen Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zum Botschafter in Washington berufen wurde, hat Starmer dem Untergang nahe gebracht.
Nicht nur die britische Öffentlichkeit ist empört, auch seine eigene Partei zeigt sich irritiert. Der Premierminister wirke „schwach, naiv und leichtgläubig“, schrieb ihm eine frühere Labour-Vizechefin ins Stammbuch.
Starmer hat wieder einmal die Verantwortung für einen schweren Fehler auf andere abgeschoben. Sein Stabschef Morgan McSweeney, der strategische Kopf hinter dem Wahlsieg 2024, musste gehen. Alle Rücktrittsforderungen an ihn selbst hat Starmer zurückgewiesen. Ende der Woche will er zur Münchner Sicherheitskonferenz.
Doch wie lange er sich noch halten kann, ist ungewiss, denn er steuert auf mehrere Klippen zu: Bei der Nachwahl in Gorton und Denton im Großraum........
