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Abschiebungen mit Panzern und Drohnen?

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11.09.2026

Siegmund-Äußerung : Abschiebungen mit Panzern und Drohnen?

Hat Friedrich Merz nicht doch etwas übertrieben, als er der AfD vorwarf, ethnische Säuberungen zu planen? Nach Ulrich Siegmunds Äußerung zur Rüstungsindustrie in Sachsen-Anhalt kann man das nicht mehr sagen.

Als Friedrich Merz am Mittwoch im Bundestag auf die Lage des Handwerks zu sprechen kam, sagte er zu den AfD-Abgeordneten: „Wenn das wahr würde, was Sie hier propagieren, nämlich ‚Remigration‘, was ja nichts anderes ist als eine ethnische Säuberung nach Hautfarbe und Herkunft, nichts anderes –“. An dieser Stelle seiner Rede wurde der Regierungschef vom Gejohle der größten Oppositionsfraktion unterbrochen, und die AfD-Vorsitzende Alice Weidel rieb sich grinsend die Hände. Merz bewahrte die Ruhe und wiederholte seine Formulierung, um zu verdeutlichen, dass er sich nicht versprochen hatte: „Meine Damen und Herren, das Wort ‚Remigration‘ ist nichts anderes als ein Synonym für ethnische Säuberung nach Hautfarbe und Herkunft.“

Nicht nur bei den Angesprochenen im Reichstag rief dieser rhetorische Angriff des ungewohnt kämpferisch auftretenden Kanzlers mehr oder weniger gespielte Empörung hervor. Im ZDF nahm sich am Donnerstag der Talkshowmoderator Markus Lanz seinen Gast Felix Banaszak zur Brust, weil sich der Grünen-Vorsitzende für den Geschmack von Lanz nicht deutlich genug von der Wortwahl von Merz distanziert hatte. Banaszak wollte zugunsten des Begriffs, den er nach eigenen Worten nicht verwendet hätte, immerhin gelten lassen, dass Merz damit der Angst von Menschen nichtweißer Hautfarbe und nichtdeutscher Herkunft solidarisch Rechnung getragen habe, was Lanz mit der Umkehrung des gegen die AfD gerichteten Vorwurfs der Angstverbreitung konterte: „Sie machen gerade Angst! Herr........

© Frankfurter Allgemeine