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Knappheit ist ein Innovationsmotor

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30.03.2026

Rohstoffengpässe : Knappheit ist ein Innovationsmotor

Erst die Kraftstoffe, nun die Rohstoffe: Wegen des Kriegs im Iran steigen die Preise. Politisch motivierte Markteingriffe könnten sich dennoch als schädlich erweisen.

Das Erwachen erfolgt langsam. Diskutierte die Politik in den ersten Tagen nach Ausbruch des Krieges in Iran vor allem über steigende Kraftstoffpreise, gelangt nun ins Bewusstsein, dass zahlreiche Folgeprodukte der Erdöl- und Erdgasförderung knapp werden, vom Kunstdünger für die Landwirtschaft bis zum Helium für die Chipherstellung.

Aus der Energiekrise entwickelt sich eine veritable Rohstoffkrise, und Märkte reagieren, wie Märkte nun einmal reagieren: Knappe Güter werden teurer, dafür reicht schon der befürchtete Mangel, lang bevor der physische eintritt. Katastrophenszenarien haben in einer solchen Situation ebenso Konjunktur wie Versuche, die resultierenden Preisschocks für Verbraucher und Unternehmen politisch zu dämpfen.

Krisen befördern Innovationen

Selbst wenn das gelänge, könnten sich solche Markteingriffe als schädlich erweisen. Denn ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte zeigt: Knappheiten führen zu Innovationen, die nicht nur das Vorkrisenniveau wieder herstellen, sondern neues Wachstum ermöglichen.

Die Dampfmaschine wurde nicht erfunden, um eine industrielle Revolution anzuzetteln. Vielmehr litt das britische Imperium im 17. Jahrhundert an einer schweren........

© Frankfurter Allgemeine