KI-Agentenheere mischen die klugen Köpfe auf
Kritik an Gen-Entdeckung : KI-Agentenheere mischen die klugen Köpfe auf
Dank automatisierter KI-Agenten preschen die Techkonzerne immer rabiater mit spektakulären Entdeckungen vor. Die Frage ist, was wirklich von ihnen kommt. Der zweite Fall von möglichem Ideendiebstahl verärgert Forscher.
Was die KI-Mächtigen im Silicon Valley derzeit im Schilde führen, lässt sich auch aus ihren Schilderungen vor dem UN-Sicherheitsrat kaum seriös herleiten. Tag für Tag strapazieren sie ihre und die Glaubwürdigkeit anderer, auch der Wissenschaften. Nehmen wir Dario Amodei, Chef von Anthropic. Am selben Tag, als der ehemalige Biophysiker vergangene Woche aus Anlass der UN-Generalversammlung wieder einmal vieldeutig über die Gefahren von KI-Biowaffen sinnierte, gab sein Unternehmen auf der sozialen Plattform X die Entdeckung eines „bis dahin völlig unbekannten Enzym-Systems“ bekannt, das sogleich in eine historische Reihe mit der Genschere Crispr-Cas gestellt wurde.
Was hier in der Wissenschafts-PR als medizinische Lösung angepriesen wird, könnte dort, im Kontext des Bioterrors, als Problem wieder auftauchen. Natürlich weiß das auch Amodei. Ebenso gut hätte er ahnen können, was das noch nicht begutachtete Manuskript zur Entdeckung seiner Claude-Agenten an Reaktionen auslösen würde. Feng Zhang, einer der Crispr-Schöpfer am MIT, gratulierte zwar artig und zeigte sich „erregt“ von........
