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Die ausgebrannte Autoindustrie

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20.08.2026

Verbote und Bevormundung : Die ausgebrannte Autoindustrie

Der Wunsch nach individueller Mobilität steigt. Aber dem Auto wird Freiheit genommen. Und damit seinen verunsicherten Käufern auch. Das kann nicht gut gehen.

Zuletzt auch BMW: Stellenabbau, Abfindungen, alle Zeitarbeitskräfte verlieren ihre Perspektive, Reputationsschaden als Corporate Citizen. Hinter den in Watte gepackten Unternehmensmeldungen stehen knallharte berufliche Schicksale, der Gesellschaft kommen Erfahrung und Talent abhanden. Damit übrigens auch Steuerzahler, also jene, die den Laden zusammenhalten. Die deutsche Automobilindustrie hat im ersten Halbjahr 42.300 Beschäftigte verloren, der Rückgang ist so groß wie in keiner anderen Branche. Rund 691.500 Menschen sind dort noch beschäftigt, der niedrigste Stand seit zwanzig Jahren. Gegenüber dem Hoch von 834.000 im Jahr 2018 sind rund 142.500 Arbeitsplätze perdu.

Das Tempo des Niedergangs müsste hellhörig machen und zu Taten animieren. Oder ist eine Mischung aus Gewöhnung und Gleichgültigkeit eingetreten? Politisch galt lange, der sowieso immer jammernd antichambrierenden Industrie könne mit den Argumenten Umweltschutz und Sicherheit alles zugemutet werden – und wenn sich an der Zerstörung labende Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe zu Klagen aufschwangen, ernteten sie Applaus. Man........

© Frankfurter Allgemeine