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Die Radikalisierung des DGB

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„Parlament der Arbeit“ : Die Radikalisierung des DGB

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ergeht sich in Selbstgewissheit, eifert Verdi und Linkspartei nach. Wie lange wollen die Industriegewerkschaften sich das noch bieten lassen?

Glauben die Gewerkschaften wirklich, dass die quälende Strukturkrise der Wirtschaft zu überwinden sei, indem man noch bedingungsloser ihren Sozialstaats- und Subventionsphantasien folgt? Glauben sie wirklich, dass sich Investitionsschwäche und Wohlstandsverlust abwenden lassen, indem man Sozialausgaben und -abgaben noch stärker erhöht? Glauben sie wirklich, dass man Unternehmen bloß „die Profite“ wegnehmen müsse (soweit noch vorhanden), und alles werde gut?

Der DGB-Bundeskongress, der am Sonntag beginnt, wird von seinen Veranstaltern unter dem würdevollen Namen „Parlament der Arbeit“ geführt. Im Unterschied zu anderen Parlamenten tagt er nur alle vier Jahre, auch wenn sich Krisen überschlagen. Umso mehr läge es nahe, die diesjährige Zusammenkunft für Strategiekritik zu nutzen. Es wäre die Chance zu klären, wo alte Positionen und Re­ak­tionsmuster nicht mehr zu den Realitäten passen. Es wäre auch eine Chance zu prüfen, welchen langfristigen Veränderungen sich Interessenvertretung für Arbeitnehmer stellen muss.

Die neue Botschaft: Gewinne machen Arbeitnehmer arm und krank

Doch wenig........

© Frankfurter Allgemeine