Das böse Erwachen am Golf
Dauerbeschuss aus Iran : Das böse Erwachen am Golf
Der Krieg erschüttert am Golf das sorgsam gepflegte Bild der Unverwundbarkeit und die Entspannungspolitik gegenüber Teheran. Es wäre Zeit für mehr Zusammenarbeit mit Europa.
„Wir befinden uns im Krieg.“ Diese Worte werden dem Herrscher der Vereinigten Arabischen Emirate, Muhammad bin Zayed Al Nahyan, nicht leicht über die Lippen gegangen sein. Sie sind ein bitteres Eingeständnis für die reichen Monarchien am Golf: Die Zeiten, in denen sie abgeschirmt waren von den Konflikten der Region, sind vorbei.
Die arabischen Golfstaaten sind zentraler Schauplatz eines regionalen Krieges, der mit dem israelisch-amerikanischen Angriff auf Iran entfesselt wurde. Sie stehen unter Dauerbeschuss mit iranischen Raketen und Drohnen. Flughäfen müssen schließen, Luxushotels stehen in Flammen, die internationale Schifffahrt und die überlebenswichtigen Ölexporte sind bedroht.
Dabei locken die Golfstaaten eigentlich Investoren und Touristen mit dem Versprechen, ein Hort der Stabilität zu sein. Ihren Bevölkerungen verheißen die Herrscher Wohlstand und Sicherheit im Gegenzug für Gefolgschaft. Der Terror aus Teheran hat das Bild der Unverwundbarkeit erschüttert und droht Zweifel an beiden Versprechen zu säen.
Konfrontiert mit demselben Dilemma
Die iranischen Angriffe markieren nicht nur deshalb einen........
