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Die IOC-Präsidentin schaut weg

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23.01.2026

Während in Iran protestierende Athleten ermordet werden, schaut Kirsty Coventry auf die Winterspiele. Politik sei nicht ihr Aufgabengebiet, sagt die IOC-Präsidentin – vor einem Treffen mit J.D. Vance.

Die Schwimmerin Kirsty Coventry aus Harare in Simbabwe war 15 Jahre alt, als sie am 14. September 1999 ihre erste Goldmedaille bei Afrikaspielen gewann. Mit 19 wurde sie Olympiasiegerin in Athen, mit 23 gewann sie Gold in Peking, wurde mehrmals Weltmeisterin, Sportministerin ihres Landes und ist, seit dem Juni 2024, Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Sie ist 42 Jahre alt.

Wie alt die Schwimmerin Arnika Dabbagh aus Gorgan nahe der iranischen Küste des Kaspischen Meers wurde, ist nicht klar. 15 Jahre, heißt es in manchen Berichten, 19 in anderen. Fest steht: Arnika Dabbagh wird nie Olympiasiegerin werden. Nie Ministerin. Nie IOC-Präsidentin. Sie wird nie wieder schwimmen.

Arnika Dabbagh, Teenagerin aus Gorgan, die von der Teilnahme an Olympischen Spielen geträumt haben mag, ist das Opfer eines staatlichen Massakers. Tausende, womöglich Zehntausende Menschen in Irans Straßen wurden umgebracht. Hunderttausende sind verletzt. Sportler werden verhaftet.

Das IOC teilt mit, man........

© Frankfurter Allgemeine