Die neue Altersfrage
Jung gegen Alt? : Die neue Altersfrage
In einem „Brief an die Zwanzigjährigen“ wirbt der ehemalige Ministerpräsident Roland Koch für Zuversicht unter den Jungen. Was muss getan werden, damit aus Frust Tatendrang wird?
Das Buch „Das Methusalem-Komplott“ von Frank Schirrmacher ist in einer Zeit erschienen, als die ersten Babyboomer gerade fünfzig Jahre alt geworden waren. Inzwischen gehen ihre großen Jahrgänge in Rente. Aus der Prognose ist Alltag geworden, in den Personalabteilungen der Betriebe, in den Kassen der Sozialversicherung. In diesem Kontext war die Warnung vor dem Umgang mit und der Entwicklung der Sprache rund um Alte und das Altern berechtigt. Denn wer das Alter nur als Last, Kostenblock und Vorstufe der Hilfsbedürftigkeit beschreibt, erzeugt Angst, insbesondere auch unter den Jungen, die schon lange nicht mehr an das Versprechen der umlagefinanzierten Rentenversicherung glauben.
Ein 65 Jahre alter Mann hat im Durchschnitt noch 18 Jahre Lebenszeit vor sich, eine gleich alte Frau statistisch gesehen noch mehr als 21 Jahre. Was soll man mit dieser gewonnenen Zeit anfangen? Münden muss dieser „Ruhestand“ in eine Phase von anderer Arbeit, das Einbringen von Erfahrung, vielleicht gar Unternehmertum, Weiterbildung und Engagement. Nur dann wird es gelingen,........
