In Donald Trumps Zollstube regiert das Chaos
Für einen Mann, der von der Vorstellung beseelt ist, unfehlbar zu sein, war Donald Trumps jüngster Ukas in mindestens einer Hinsicht bemerkenswert: So oft wie am Freitagabend hat sich der US-Präsident wohl noch nie auf Experten berufen. In jedem zweiten Absatz der präsidialen Anordnung zur Einführung neuer Grenzabgaben ist von „Beratern“ oder „hochrangigen Beamten“ die Rede. Deren Argumente sollen Trump nach zweifellos reiflicher Überlegung dazu bewogen haben, Einfuhrzölle in der Höhe von zehn Prozent auf alle Importe in die USA zu verhängen.
So groß kann Trumps Vertrauen in seinen Beraterstab aber doch nicht gewesen sein, denn keine 24 Stunden später setzte der Präsident den Zollsatz auf dem üblichen kurzen Amtsweg – also zwischen ihm selbst, seinem Smartphone und dem Trumpschen sozialen Netzwerk Truth Social – von zehn auf 15 Prozent herauf. All die sorgfältigen Argumente von einer fundamentalen Unwucht in........
