Muss die Stadt Wien wirklich ein Restaurant besitzen?
Gehört es zu den Aufgaben einer Stadt, Mehl zu produzieren und über Supermärkte zu vertreiben? Gehört es zu den Aufgaben einer Stadt, ein eigenes Weingut zu bewirtschaften, in dem schon einmal hohe Summen versenkt worden sind? Gehört es zu den Aufgaben einer Stadt, einen Tierfriedhof selbst zu betreiben? Oder über eine Beteiligung beim Donauturm einen Teil des dortigen Restaurants zu besitzen?
Zwölf Milliarden Euro Schulden
Das sind Fragen, über die es sich zu diskutieren lohnt. Vor allem in Zeiten, in denen das Geld knapp ist und Wien auf einem Rekord-Schuldenberg in der Höhe von rund zwölf Milliarden Euro sitzt. Denn die Liste an fragwürdigen Aktivitäten und Beteiligungen der Stadt Wien lässt sich noch beliebig fortsetzen. Und nicht selten sind es Beteiligungen, in denen eben viel Geld versenkt wurde. Hier reden wir nicht einmal von Großprojekten wie dem Krankenhaus Nord (heute: Klinik Floridsdorf), dessen Bau unter der Führung der Stadt nicht nur aus dem Ruder........
