Der säkulare Staat muss Flagge zeigen
So unterschiedlich die Meinungen sein mögen, so hitzig die Debatten geführt werden, es ist ein Faktum: Der Islam gewinnt in Österreich an Bedeutung und ist zunehmend im öffentlichen Raum sichtbar. In Wien etwa feierten vergangene Woche Zigtausende Menschen das Ende des Fastenmonats Ramadan auf der Wiener Donauinsel. Während das Christentum auch in Österreich auf dem Rückzug ist, spielt der Islam im Leben von immer mehr Menschen eine wichtige oder entscheidende Rolle.
Wer diese Entwicklung anspricht, löst schnell Empörungsstürme aus. Der Glaube sei Privatsache und von der Religionsfreiheit geschützt; man müsse sich vor der grassierenden Islamophobie hüten, heißt es von der einen Seite. Die andere Seite wiederum stellt Muslime unter Generalverdacht und vermutet hinter jeder religiösen Tradition sinistre Absichten. Zwischentöne sind nur mehr selten zu hören. Um nirgendwo anzuecken oder in ein Lager........
