Persönliche Assistenz 4: Assistenz statt Freundschaft
Derartig lange als Persönlicher Assistent zu arbeiten wie der Autor Matthias von Schramm, ist eher der Ausnahmefall. Mittlerweile sind es fast drei Jahrzehnte. Typischerweise arbeiten die Menschen in diesem Job so lange, wie ein verlängertes Praktikum dauert, oder sehen die Assistenz als Studentenjob. Immerhin hat der Autor in jungen Jahren zwanzig Monate Zivildienst als wirklich lange Zeit empfunden. Aber egal, wie lange man dieser Tätigkeit nachgeht: Assistenz ist in erster Linie nicht mit Freundschaft gleichzusetzen.
Der Hinweis auf die Arbeitszeit in so einem Job wie in der Persönlichen Assistenz kommt nicht von ungefähr. Denn je länger man bei einer Person als Persönlicher Assistent tätig ist, desto stärker wächst die Vertrautheit. Da kommt es eben auch immer wieder zu Gesprächen, die man auch mit seinen FreundInnen führen würde. Der private Beziehungskosmos des Menschen mit Behinderung, bei dem man assistierend tätig ist, wird einem immer bekannter. Man lernt FreundInnen, Familie, PartnerInnen kennen.
Man tauscht selbstverständlich Dinge aus, bei denen man das Gefühl hat, dass........
