Drei Monate vor den Zwischenwahlen in den USA: Die Demokraten drohen sich zu zerlegen
Eine zentrale Frage beschäftigt die US-Demokraten seit dem Amtsantritt Donald Trumps im Januar 2025: Wer sind wir eigentlich? Oder vielmehr: Was wollen wir sein?
Der Schock des Wahlsieges Trumps im November 2024 stürzte die Partei, die durch einen Esel symbolisiert ist, in eine tiefe Krise. Orientierungslos, führungslos, zahnlos, programmlos – den Demokraten fehlte es an allem.
Nun, drei Monate vor den Zwischenwahlen, hat zumindest ein Teil der Partei von dieser personellen und inhaltlichen Leere profitiert. Überall im Land gelang es linken Kandidaten in den vergangenen Monaten in parteiinternen Vorwahlen, die demokratische Basis zu mobilisieren und sich gegen ihre moderaten Kollegen durchzusetzen. Vergangene Woche schaffte das sehr prominent Abdul El-Sayed in Michigan, der seine vom Parteiestablishment unterstützte Konkurrentin Haley Stevens knapp besiegte und im November für einen Senatssitz kandidiert.
Damit jedoch ist die Identitätskrise der Demokraten nicht ausgeräumt, im Gegenteil. Die Frage, mit welchem Kurs die Republikaner im November entscheidend zu schlagen sind, einem linken oder einem mittigen, prägt die Partei nach wie vor. Die Demokraten sind immer noch auf der Suche nach sich selbst.
Tilman Schröter ist........
