Opfer statt Täter im Fokus : Die zweite Bestrafung der Epstein-Überlebenden
Es ist unfassbar, wie sorglos das US-Justizministerium im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein handelt. Millionen Dokumente hat die Behörde am vergangenen Freitag dazu veröffentlicht – und wieder einmal bringen sie keine wirklichen Erkenntnisse zu den Dutzenden Tätern, die an Epsteins Missbrauchsring beteiligt waren. Noch immer fehlen Unterlagen aus den Ermittlungen.
Dafür veröffentlichte das Ministerium mehrere Dokumente mit Namen von über 40 Opfern einfach ungeschwärzt im Internet. Wie kann so etwas nur passieren?
Viele der Frauen, die gegen Epstein aussagten, wollten anonym bleiben. Für den Opferschutz scheint man sich jedoch kaum Zeit genommen zu haben. Dabei sind es gerade jene, die seit Jahren für Aufklärung kämpfen, um weitere Täter, die junge Frauen und Kinder missbrauchen, zu stoppen.
Jetzt zahlen, die Überlebenden, die „Survivors“, wie Epsteins Opfer genannt werden, für den Kampf um Transparenz mit der öffentlichen und unfreiwilligen Bloßstellung ihrer eigenen, schmerzhaften Geschichte.
Zur Erinnerung, worum es hier abseits........
