menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Der Mann hinter Tschechiens unerschütterlicher „Munitionsinitiative“ für die Ukraine

20 11
17.01.2026

Der „brave Soldat Schwejk“ ist der tschechischen Nationalpsyche entsprungen. Er wurde dank renommierter Wiener Filmstars zugleich zum Archetypen österreichischen Antiheldentums. Als alter österreichischer Zivildiener verfolge ich, wie sich unsere schwejkischen Brüder seit dem 24. Februar 2022, dem Beginn des Ukraine-Krieges, verhalten: Tschechien beherbergt in der EU die meisten ukrainischen Kriegsvertriebenen pro Kopf, hat mit Petr Pavel einen militant pro-ukrainischen NATO-General zum Präsidenten und es noch dazu etwas geschafft, woran die EU in Gänze gescheitert ist: Glaubt man ihren Befürwortern, hat die tschechische „Munitionsinitiative“ die Artillerie-Unterlegenheit der Ukraine phasenweise von 1:10 auf 1:2 gesenkt.

Die Tschechen stöberten – vorwiegend wohl in afrikanischen Depots – über vier Millionen Stück großkalibriger Munition auf, NATO-Verbündete wie Deutschland, die Niederlande, Dänemark usw. beglichen die Rechnung.

Zwei Parteien der neuen Prager Dreierkoalition machten im Vorjahr Wahlkampf gegen die Aufrüstung der Ukraine. Inzwischen tauchte der frankophile Ministerpräsident Andrej Babiš aber bei der „Koalition der Willigen“ in Paris auf – und ließ die Munitionsinitiative weiterlaufen. Der........

© der Freitag