Mehr als ein Flashback: iPods und alte Digitalkameras sind bei der Gen Z beliebter denn je
„All diese unbegrenzte Information, ich meine, das ist absolut fantastisch. Aber in vielen Fällen fühlt es sich an wie ein Monsun. Es ist so viel, weil du alles jederzeit wissen kannst.“
Nein, so redet kein Angehöriger der Generation Prä-Internet, dem die Digitalisierung schon auf die Nerven ging, als dieses Wort noch nicht bis ins letzte Bürgeramt hinein bekannt war. Diese Worte stammen von einem US-YouTuber namens Alex. Und der ist in einem Alter, in dem er eine Welt ohne Internet nie bewusst kennengelernt haben dürfte: „Ich weiß nicht, wie viele andere Menschen Anfang 20 es gibt, die diesen ganzen alten Analog-Kram auch mögen. Aber es sind definitiv nicht null.“
Alex beschäftigt sich auf seinem Videokanal Genuine Curiosity, „aufrichtige Neugier“, gern mit nicht-digitaler Technik, die er schlicht als „old things“, „alte Sachen“ bezeichnet. Er besitzt Filmkameras, ein Wählscheibentelefon, eine Plattensammlung samt -spieler und ein Grammophon. Seine Faszination für analoge Technik, die teils weit vor seinem Geburtsjahr produziert wurde, wirkt authentisch. Nicht so „aufrichtig“ wirkt hingegen seine Aussage, er wisse nicht genau, ob auch andere junge Menschen seine Leidenschaft teilen. Spätestens seine Aufrufzahlen im teils siebenstelligen Bereich dürften ihm eine Ahnung verschafft haben.
Einiges spricht dafür, dass Technologie aus dem frühen und Prä-Internet-Zeitalter insbesondere bei jungen Menschen wieder beliebter ist. Neben eher sozio-kulturellen Indizien wie einer unüberschaubaren Zahl an Videos über Kameras, Vinyl und Kabelkopfhörer auf diversen Social-Media-Plattformen zeigen auch ökonomische Kennzahlen einen Wandel an.
Ausgerechnet der von der Digitalisierung schwer gebeutelte US-Konzern Kodak liefert dafür ein Beispiel. Einst einer der weltweit bedeutendsten Filmhersteller, hatte das vor mehr als 100 Jahren gegründete Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Übergang in die digitale Welt. Kodak ging pleite, versuchte einen Neuanfang, setzte unter anderem auf Drucktechnik. In einem Quartalsbericht aus dem Jahr 2024 hieß es dann: „Unser traditionelles AM&C-Filmgeschäft wächst rasant und wir investieren in die Erweiterung unserer Kapazitäten, um der Nachfrage gerecht zu werden.“
Zwar stellte die Firma auch in den vergangenen Jahren noch „Advanced Materials and........
