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Neue Studie: Hochverarbeitete Lebensmittel sollten wie Zigaretten reguliert werden

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11.02.2026

Hochverarbeitete Lebensmittel (englisch: Ultra-processed foods, UPFs) haben laut einer neuen Studie mehr mit Zigaretten gemeinsam als mit Obst oder Gemüse und sollten daher strengeren Vorschriften unterliegen.

UPFs und Zigaretten sind so konzipiert, dass sie Sucht und Konsum fördern, sagen Forscher von drei US-amerikanischen Universitäten, und weisen auf die Parallelen bei den weitverbreiteten Gesundheitsschäden hin, die mit ihnen in Verbindung stehen.

Hochverarbeitete Lebensmittel sind industriell hergestellte Lebensmittel, die häufig Emulgatoren oder künstliche Farb- und Aromastoffe enthalten. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Softdrinks und verpackte Snacks wie Chips und Kekse.

Es gibt Ähnlichkeiten zwischen den Herstellungsprozessen von UPFs und Zigaretten sowie den Bemühungen der Hersteller, die „Dosierung“ der Produkte und die Geschwindigkeit, mit der sie auf die Belohnungswege im Körper wirken, zu optimieren, so die Studie von Forschern der Harvard University, der University of Michigan und der Duke University.

Bei ihren Anfang Februar in der Fachzeitschrift Milbank Quarterly veröffentlichten Vergleichen stützen sie sich auf Daten aus den Bereichen Suchtforschung, Ernährung und Geschichte des öffentlichen Gesundheitswesens.

Marketingaussagen zu Produkten wie „fettarm“ oder „zuckerfrei“ stellen laut den Autoren eine Art „Gesundheits-Washing“ dar, das eine Regulierung verzögern kann. Ähnlich funktionierte auch die Werbung für Zigarettenfilter in den 1950er Jahren als schützende Innovation, die „in der Praxis kaum einen nennenswerten Nutzen hatte“.

„Viele ultraverarbeitete Lebensmittel haben mehr Gemeinsamkeiten mit Zigaretten als mit minimal verarbeiteten Obst- oder Gemüsesorten. Daher erfordern sie eine Regulierung, die den erheblichen Risiken für die öffentliche Gesundheit, die sie darstellen,........

© der Freitag