Vom Suezkanal bis zur Straße von Hormus: Wer kontrolliert die globalen Handelsrouten?
Seit dem Angriff auf den Iran sprechen alle über die Straße von Hormus. Die Meerenge, eine der sensibelsten Lebensadern des globalen Ölhandels, ist im Fernsehen, in Zeitungen und sozialen Medien das Topthema dieser Tage.
Durch diese nur wenige Dutzend Kilometer breite Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Nun stecken gigantische Öltanker in der Hitze des Persischen Golfs fest. Die Auswirkungen dieses Konflikts beobachten wir in Echtzeit. Jedes Mal, wenn wir auf die Preisschilder an den Tankstellen schauen.
Doch diese gefährliche Situation beschränkt sich nicht nur auf die Straße von Hormus. Ein paar tausend Kilometer weiter westlich bietet sich auf dem Suezkanal ein ähnliches Bild der Lähmung. Wer dachte, der Kanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, könnte als Ausweichroute dienen, wird in diesen Tagen bitter enttäuscht. Normalerweise fließen zwölf Prozent des Welthandels durch das ägyptische Nadelöhr. Momentan ist jedoch der Schiffsverkehr auch hier aufgrund des Nahostkonflikts stark begrenzt. Mehrere namhafte Reedereien nehmen deswegen lieber einen 14-tägigen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas in Kauf. Diese Entwicklung zwingt die globale Schifffahrt dazu, Alternativen zu suchen. Und zwar schnell.
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Öl, Elektronik, Metalle und viele weitere wichtige Rohstoffe sind die Zentralgüter,........
