Fahrleitungen vereist, Fahrgäste frustriert: Warum setzt die BVG nicht einfach Frostschutzmittel ein?
Kalt erwischt, heiß ersehnt: Der Straßenbahn in Berlin macht der Winter weiterhin zu schaffen. Zwar sind Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit Hochdruck dabei, auf weiteren Strecken die Fahrleitungen in Handarbeit von Eis zu befreien. Doch immer noch sind Bereiche im Osten der Stadt vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten.
Jetzt lässt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) einen naheliegenden Vorschlag prüfen: Könnte Frostschutzmittel in Zukunft einen Stillstand bei der Straßenbahn verhindern? Wir haben nachgefragt.
Auch am vierten Tag nach dem Eisregen liegen Straßenbahnstrecken in Berlin weiterhin brach. Fahrgäste befürchten, dass das noch Tage so bleiben wird. „Trotz aller Bemühungen der BVG muss ich das Krisenmanagement leider sehr bemängeln“, kritisierte Wolfgang Horn vom Kiezaktiv Ostseeviertel. „Wir sind in Hohenschönhausen völlig vom öffentlichen Verkehr abgehängt.“ Seit dem fatalen Eisregen in der Nacht zu Montag ruht im Nordosten der Straßenbahnverkehr.
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Im Südosten Berlins erneuerte Peer Hauschild vom Ortsverein Schmöckwitz seine Kritik. Zwar hat die BVG zwei Tage nach dem eisbedingten Shutdown am Mittwoch zwischen Grünau und Alt-Schmöckwitz einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Doch die Busse lassen Karolinenhof aus: „Sie fahren an sieben von neun betroffenen Haltestellen vorbei, obwohl die Straßen frei von Schnee und Eis sind.“
Währenddessen gewinnt die........
