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1. FC Union Berlin: So lief das Tunesien-Debüt von Rani Khedira

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30.03.2026

In aller Regel ist Rani Khedira beim 1. FC Union Berlin unverzichtbar. Wenn Kapitän Christopher Trimmel nur auf der Bank sitzt, ist es der 32-Jährige, der die Mannschaft mit der Binde am Arm aufs Feld führt. Nicht selten darf er unter Trainer Steffen Baumgart auch bis zum Schlusspfiff auf dem Rasen stehen. In 26 seiner in dieser Saison absolvierten 29 Pflichtspiele für die Köpenicker war dies zumindest der Fall.

Insofern war es fast eine Besonderheit, dass für Khedira der persönliche Fußball-Arbeitstag in der Nacht von Sonntag auf Montag schon nach 73 Minuten beendet war. Da spielte der gebürtige Stuttgarter mit der tunesischen Nationalmannschaft in Toronto gegen Haiti. Es war Khediras Debüt im Nationalteam und damit verbunden einer der größten Momente seiner Karriere. Dass die Nordafrikaner die Partie mit 1:0 für sich entschieden, war angesichts der großen Gefühle und Emotionen rund um seine Premiere zumindest aus Berliner Sicht fast eine Randnotiz.

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Nationaltrainer Sabri Lamouchi hatte dem Routinier wie im Vorfeld erwartet von Beginn an das Vertrauen geschenkt. Tunesien spielte im 4-3-3-System mit drei zentralen Mittelfeldspielern. Khedira agierte dort an der Seite von Kapitän Elyess Skhiri (Eintracht Frankfurt) und Ismael Gharbi, der aktuell von Sporting Braga an den FC Augsburg verliehen ist.

Nächster Tunesien-Test am Mittwoch gegen Kanada

Khedira hatte schon im Vorfeld erzählt, dass es im Team mehrere Spieler gebe, mit denen er Deutsch sprechen könne. Der gebürtige Hamburger Elias Saad beispielsweise, momentan für Hannover 96 in der 2. Bundesliga am Ball, wurde kurz vor Schluss eingewechselt. Omar Rekik, früher bei Hertha BSC unter Vertrag, kam nicht zum Einsatz.

Schon früh im Spiel durfte Khedira dann das erste und einzige Mal an diesem Abend jubeln. Sebastian Tounekti erzielte das entscheidende Tor dieses Spiels, das angesichts der offensiven Einfallslosigkeit des Gegners schon reichen sollte. Abgesehen davon spielte sich das Geschehen auf dem Rasen nicht auf dem fußballerisch höchsten Niveau ab. Bei Union dürften alle Beteiligten in allererster Linie froh sein, dass ihr Leader ohne Verletzung davonkam und im kommenden Bundesliga-Spiel gegen den FC St. Pauli (Sonntag, 15.30 Uhr) wohl auflaufen kann.

Dafür muss Rani Khedira nur noch im nächsten Spiel gegen Kanada (Mittwoch, 1.30 Uhr) frei von Blessuren bleiben. Es ist der zweite und damit auch schon letzte Eindruck, den er im Nationaltrikot hinterlassen kann, bevor Lamouchi und Co-Trainer Michael Hefele im Mai ihren Kader für die Weltmeisterschaft nominieren. Da trifft Tunesien in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und einen Qualifikanten aus den europäischen Play-offs.


© Berliner Zeitung