Israel steigt während des Krieges zur Energiegroßmacht auf
Mitten im Krieg skizziert Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine neue Energieordnung für die gesamte Region. „Baut einfach Öl-Pipelines, Gas-Pipelines, die westwärts durch die Arabische Halbinsel führen, direkt bis nach Israel, direkt bis zu unseren Mittelmeerhäfen – und ihr habt die Engpässe für immer beseitigt“, sagte er Reuters zufolge.
Die Infrastruktur dafür existiert bereits in Teilen. Die Eilat-Ashkelon-Pipeline verbindet seit 1968 das Rote Meer mit dem Mittelmeer. Auch die Golfstaaten sollen bereits Pipelines am Hormus-Korridor vorbei planen, wie die Berliner Zeitung berichtete. Für Netanjahu wäre Israel dabei der natürliche Knotenpunkt.
Seit dem gemeinsam mit den USA gestarteten Krieg war die Straße von Hormus faktisch gesperrt. Durch die Meerenge schifften zuvor nach IEA-Angaben täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl; ein Fünftel des weltweiten Angebots, vor allem für asiatische Märkte existenziell. Doch Schiffe zahlen für die Durchfahrt einen hohen Preis: bis zu zwei Millionen Dollar.
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Straße von Hormus: Zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt – der hohe Preis der Waffenruhe
Die dadurch ausgelöste Energiekrise versetzte viele Länder in einen Schockzustand. Israels Gelassenheit hinsichtlich der Energieversorgung........
