Heidi Reichinnek fährt Luxusauto: Wie die Linke auf die Vorwürfe reagiert
In den sozialen Netzwerken ist derzeit eine Debatte um die Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek entbrannt, weil ein Foto und ein Video von ihr vor einem luxuriösen Auto verbreitet wurden. Konkret geht es um einem Audi A8 mit einem Listenpreis von rund 100.000 Euro.
Die Alternative für Deutschland (AfD) behauptete auf X, dass Reichinnek den Wagen privat nutze oder von ihrer Partei finanziert bekomme, und wirft ihr damit Widersprüche zur linken Programmatik vor. Die Berliner Zeitung hat bei der Linken nachgefragt.
SED NOMENKLATURA❗️Das ist die LINKE Heidi Reichinnek. Sie mag weder Reiche noch Autofahrer.Was sie mag, ist ihren dicken, über 100.000 € teuren Audi A8 50 TDI, den sie richtig schick findet, mit personifiziertem Nummernschild B HR 419 (H: Heidi, R: Reichinnek, geb. 19.04.). pic.twitter.com/kYmhXXiAO8— Georg Pazderski (@Georg_Pazderski) February 13, 2026
SED NOMENKLATURA❗️Das ist die LINKE Heidi Reichinnek. Sie mag weder Reiche noch Autofahrer.Was sie mag, ist ihren dicken, über 100.000 € teuren Audi A8 50 TDI, den sie richtig schick findet, mit personifiziertem Nummernschild B HR 419 (H: Heidi, R: Reichinnek, geb. 19.04.). pic.twitter.com/kYmhXXiAO8
Tatsächlich handelt es sich bei dem Wagen um ein geleastes Fahrzeug, das der Fraktionsvorstand nutzt, und nicht um einen Privatwagen der Politikerin selbst. Zuvor veröffentlichten vereinzelte X-User bereits am Wochenende ähnliche Vermutungen.
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Solche Dienstwagen gehören zum üblichen Repertoire der Bundestagsfraktionen und werden aus Fraktionsmitteln finanziert. Dass das Kennzeichen personalisierte Initialen trägt, ist bei Spitzenpolitikern keine Seltenheit.
Also. Nochmal ganz langsam für die Linken, die nicht glauben wollen, dass ihre sozialistische Königin im 100.000-Euro-Audi durch die Hauptstadt rollt.Eher 120.000 bis 150.000 Euro mit einer guten Ausstattung.Im Fuhrpark des Bundestages befinden sich Fahrzeuge der oberen… https://t.co/xOAawW2muk— Boris von Morgenstern (@BvMorgenstern) February 14, 2026
Also. Nochmal ganz langsam für die Linken, die nicht glauben wollen, dass ihre sozialistische Königin im 100.000-Euro-Audi durch die Hauptstadt rollt.Eher 120.000 bis 150.000 Euro mit einer guten Ausstattung.Im Fuhrpark des Bundestages befinden sich Fahrzeuge der oberen… https://t.co/xOAawW2muk
Eine klassische Neiddebatte
Die Kritik von X-Usern oder auch Politkern der AfD zielt nicht direkt auf die Nutzung des teuren Dienstwagens, sondern sieht diesen vielmehr als Symbol vermeintlicher Doppelmoral.
Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch veröffentlichte mehrere Beiträge auf X und unterstellte Reichinnek, für soziale Gerechtigkeit und gegen Luxus zu stehen, ihre Haltung aber nicht vorzuleben.
„AUDI-GATE“ titelt der @sternde nun also. Und: „Dienstwagen-Posse um Heidi Reichinnek: Darf eine Linke Luxus?“Kurze Antwort: Nein. Darf sie nicht.1. Wer gegen den Kapitalismus ist, muss Trabbi fahren und nicht Audi . 2. Wer Reiche erschießen will, darf nicht für 100.000 Euro…— Beatrix von Storch (@Beatrix_vStorch) February 16, 2026
„AUDI-GATE“ titelt der @sternde nun also. Und: „Dienstwagen-Posse um Heidi Reichinnek: Darf eine Linke Luxus?“Kurze Antwort: Nein. Darf sie nicht.1. Wer gegen den Kapitalismus ist, muss Trabbi fahren und nicht Audi . 2. Wer Reiche erschießen will, darf nicht für 100.000 Euro…
Augenscheinliche Sympathisanten der Linke-Politikerin weisen ebenfalls auf der Plattform X darauf hin, dass die empörten Darstellungen auf verwechselten oder durch KI manipulierten Bildern beruhen und zum Teil bewusst polemisch verbreitet werden. „Lügengeschichte“ der Rechten, kommentierte ein User.
Partei äußert sich nicht
Die Berliner Zeitung hat mehrfach bei der Bundestagsfraktion wie auch bei der Berliner Linken nachgefragt, ob Reichinnek Stellung zum Audi A8 beziehen und erklären würde, ob der Wagen geleast ist und wie das Kennzeichen zustande kommt: Offensichtlich trägt es ihre Initialen sowie ihr Geburtstagsdatum 19. April.
Bereits am Wochenende teilte die Berliner Linke mit, dass es sich vermutlich um eine „Posse“ handelt. Nach Fristende reagierte schlussendlich auch die Fraktion und teilte mit, dass in einem Stern-Artikel zum Fall bereits „alles Richtige und Wichtige gesagt“ sei. Man könne dem „nichts hinzufügen“.
