Der Correctiv-Komplex: Ein „Geheimplan“ entpuppt sich als Serie juristischer Niederlagen
Das Urteil des Landgerichts Berlin vom 17. März 2026 hat die Auseinandersetzung um die Correctiv-Recherche zum Potsdamer Treffen erneut in den Fokus gerückt. Ein Gericht untersagte zentrale Formulierungen wie „Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“. Die Entscheidung ist Teil einer Reihe juristischer Verfahren, die seit Anfang 2024 geführt werden.
Diese und andere umstrittene Formulierungen, bezogen auf eine angebliche „Ausbürgerungsidee“, sind der Kern einer Recherche von Correctiv, die im Januar 2024 unter dem Titel „Geheimplan gegen Deutschland“ erschienen ist und dessen Inhalt die Journalisten bereits selbst mehrfach korrigiert haben.
Meinung oder Tatsachenbehauptung?
Im Zentrum der aufgewärmten juristischen Bewertung der damaligen Berichterstattung steht auch weiterhin die Debatte um die Abgrenzung zwischen Tatsachenbehauptung, Meinungsäußerung und fehlerhaften Interpretationen durch Correctiv-Journalisten.
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Niederlage: Gericht verbietet mehrere Correctiv-Aussagen zum Potsdamer Treffen
Bevor die nun vorliegende, noch nicht rechtskräftige, Entscheidung erging, hatte sich der Streit bereits in mehreren gerichtlichen Auseinandersetzungen entfaltet.
Correctiv und das Pinocchio-Syndrom: Wie Correctiv versucht, die Lügenberichterstattung zum Potsdam Treffen mit immer neuen Lügen zu rechtfertigen #Correctiv, das Lügenkollektiv, gerät auf dem sinkenden Schiff immer mehr in die Defensive. Auf deren Webseite findet man bald…— Carsten Brennecke (@RABrennecke) April 15, 2026
Correctiv und das Pinocchio-Syndrom: Wie Correctiv versucht, die Lügenberichterstattung zum Potsdam Treffen mit immer neuen Lügen zu rechtfertigen #Correctiv, das Lügenkollektiv, gerät auf dem sinkenden Schiff immer mehr in die Defensive. Auf deren Webseite findet man bald…
Veröffentlichung und unmittelbare Wirkung
Rückblick: Am 10. Januar 2024 veröffentlichte das selbsternannte Recherchezentrum Correctiv seinen Bericht „Geheimplan gegen Deutschland“. Darin wurde ein Treffen vom 25. November 2023 in Potsdam beschrieben, an dem Politiker, Aktivisten und Unternehmer teilgenommen hatten.
Die Darstellung legte nahe, dass dort über Maßnahmen zur sogenannten „Remigration“ gesprochen worden sei, die auch deutsche Staatsbürger betreffen könnten. Der Begriff beschreibt die Rückkehr oder auch Rückführung von Menschen mit Migrationshintergrund in ihre Heimatländer. Insbesondere der rechte Aktivist und Blogger Martin Sellner verwendet diesen unter anderem in seinem gleichnamigen Buch.
Diese Einordnung wurde in der öffentlichen Debatte vielfach als Hinweis auf konkrete politische, rechtextremistische und verfassungswidrige Vorhaben interpretiert.
Teilnehmer des Treffens
An dem Treffen nahmen laut Berichterstattung neben Sellner unter anderem die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy, der AfD-Spitzenkandidat Sachsen-Anhalts Ulrich Siegmund, Staatsrechtler Ulrich Vosgerau, der als Organisator geltende Aktivist Gernot Mörig - ein Zahnarzt im Ruhestand - sowie weitere politische Akteure wie Roland Hartwig, ein ehemaliger Mitarbeiter von Alice Weidel (AfD) teil.
Auch ehemalige CDU-Mitglieder und Teilnehmer aus der Werteunion sollen anwesend gewesen sein, die sich im Nachgang vom Treffen distanziert hatten; dazu zählen etwa Simone Baum und Michaela Schneider.
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Demos gegen rechts und Kontaktschuld
Die Veröffentlichung des Correctiv-Berichts über ein eigentlich privates Treffen, hatte unmittelbare politische Wirkung. Zahlreiche Medien berichteten und griffen die Recherche überwiegend ohne Prüfung des Sachverhalts auf.
Dabei wurden zentrale Einordnungen aus dem Bericht zugespitzt weiterverbreitet. Darunter der Begriff „Deportation“, der im Originaltext verwendet wird, und ein Vergleich zur „Wannseekonferenz“. Beides ist mittlerweile aus dem Text verschwunden und wurde nachträglich angepasst. Doch die ursprünglichen Formulieren waren da längst verbreitet.
In der Folge kam es bundesweit zu Demonstrationen „gegen rechts“, an denen sich nach unterschiedlichen Schätzungen insgesamt bis zu rund eine Million Menschen beteiligten. Die Proteste wurden von einem breiten Spektrum zivilgesellschaftlicher Initiativen (NGOs), Parteien und linker Bündnisse getragen und nahmen vielfach ausdrücklich Bezug auf die Correctiv-Recherche. An die Spitze einer Demonstration in Potsdam stellten sich der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz und die Außenministerin Annalena Baerbock.
Trotz zahlreicher Kritik zur Berichterstattung fanden solche Demos sogar zum „Jahrestag des Geheimtreffens“ statt. Der Correctiv-Bericht wurde ein Anlass für viele Medien, Politik und NGOs einen Deutungsrahmen zu entwickeln, der über den ursprünglichen Text längst hinausging.
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Struktur und Finanzierung
Correctiv ist als gemeinnützige Organisation organisiert und finanziert sich aus Spenden, Kooperationen und öffentlichen Fördermittel. Nach eigenen Angaben fließen jene staatlichen Mittel ausschließlich in projektbezogene Bereiche wie Medienbildung.
Aus öffentlich zugänglichen Finanzberichten ergibt sich, dass Correctiv im Jahr 2023 unter anderem rund 431.000 Euro aus Bundesmitteln sowie weitere Förderungen auf Landesebene erhielt. Insgesamt........
