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Baggy-Jeans oder Skinny-Jeans, das ist hier die Frage

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13.03.2026

Früher waren die Hierarchien in  Jeans-Angelegenheiten ganz klar: Es durfte nur eine Anführerin geben. Die 70er hatten die Schlagjeans, die 80er hatten ihre Karottenhose, in den 90ern war die dominierende Silhouette gerade geschnitten, in den 2000ern wurde sie weit und der Bund rutschte nach unten – bevor er in den 2010ern nach oben auf die Taille wanderte und die Skinny-Jeans die Regentschaft übernahm.

Wenn man sich das so vor Augen führt: Wir haben uns ganz schön rumschubsen lassen! Heute sind die Zeiten der Monarchie zumindest in Sachen Jeans vorbei und viele Modelle können koexistieren. Unsere Autorinnen haben dennoch klare Favoriten.

Baggy-Jeans: Höher, besser und vor allem weiter!

Auf die Gefahr hin, mein Alter preiszugeben, gestehe ich: Zu meiner Schulzeit waren Baggy-Jeans der absolute Hit. Der HipHop hatte Deutschland fest im Griff, und mit ihm war die Uniform des Sprechgesangs über den großen Teich geschwappt: Baggy-Jeans und Sneaker.

Wir Mädels hörten damals Tic Tac Toe und trugen Homeboy-Jeans oder Adidas-Adibreak, die mit den Druckknöpfen an der Seite. Wer etwas auf sich hielt, kombinierte zu diesen tief und locker sitzenden Hosen Skaterschuhe von DC und Etnies und ein bauchfreies T-Shirt. Den Begriff „Crop Top“ gab es noch nicht. Es waren eben simplere Zeiten.

Natürlich gab es eine ganze Genese dieser Hosen, die uns herzlich wenig interessierte: Baggy-Jeans entstanden in den 1980er-Jahren in der afroamerikanischen und lateinamerikanischen Straßenkultur der USA. Sie waren ein Zitat des Zoot Suits und ein Ergebnis der im HipHop glorifizierten Gefängniskultur, in der Gürtel verboten waren und Hosen daher tief saßen.

Künstler wie MC Hammer, Kris Kross und........

© Berliner Zeitung