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Gaskrise droht: Iran-Krieg treibt Preise hoch – Speicherbetreiber warnen vor Engpässen

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17.03.2026

Die deutschen Gasspeicher sind für den Rest dieses Winters zwar ausreichend gefüllt, doch die Branche schlägt Alarm: Die infolge des Iran-Kriegs massiv gestiegenen Gaspreise könnten die Wiederbefüllung der Speicher für die Heizperiode 2026/27 erheblich erschweren. Die Initiative Energien Speichern (Ines), in der über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten organisiert sind, fordert eine politische Debatte über neue Sicherungsmechanismen – einschließlich einer strategischen Gasreserve.

„Die Versorgung für den restlichen Winter ist gesichert. Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt vor uns – bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter“, sagte Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. Der bestehende gesetzliche und regulatorische Rahmen sichere die Gasversorgung nicht ausreichend ab, weil die Anreize zur Befüllung der Gasspeicher unzureichend seien.

Gaspreise haben sich seit Kriegsbeginn verdoppelt

Der Börsengaspreis am niederländischen Handelsplatz TTF hat sich seit Beginn des Iran-Kriegs zeitweise verdoppelt. In der Spitze wurden knapp 66 Euro pro Megawattstunde (MWh) gezahlt – der höchste Stand seit Januar 2023. Zuletzt lag der Preis bei rund 50 Euro und damit immer noch mehr als 50 Prozent über dem Niveau vor Kriegsbeginn.

Auslöser der Preisexplosion ist die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Über diese Meerenge werden rund 20 Prozent des weltweiten Handels mit Flüssigerdgas (LNG) abgewickelt. Verschärfend kommt........

© Berliner Zeitung