Nach dem Marathon: Lange Schlangen am BER gefährden Berlins Ruf
Nach dem Marathon: Lange Schlangen am BER gefährden Berlins Ruf
Erst die Ziellinie, dann die Warteschlange: Am BER kann die Begeisterung über den Berlin-Marathon in Frust umschlagen. Mit nach Hause fliegt ein Eindruck, der die ganze Stadt betrifft. Ein Kommentar.
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Ein leider bekanntes Bild: Eine schier unendliche Warteschlange an den Sicherheitskontrollen am Flughafen BER im September.
Der internationale Ruf einer Stadt entsteht nicht nur dort, wo sie sich inszeniert. Er entsteht auch dort, wo sie einfach funktionieren muss. Am Flughafen zum Beispiel. Dort helfen weder die Schönheit des Brandenburger Tors noch die Begeisterung an der Marathonstrecke. Dort stellt sich eine wesentlich nüchternere Frage: Können die das hier?
Am Sonntag bot Berlin Zehntausenden Menschen die Gelegenheit, etwas Außergewöhnliches zu leisten. Gut 56.000 Läufer hatten sich für den Marathon angemeldet. Wer dort die Ziellinie überquert hat, hat nicht bloß einen sportlichen Ausflug hinter sich. Sondern ein Vorhaben, für das Vorbereitung, Disziplin und Durchhaltevermögen erforderlich waren.
Man muss diese Menschen nicht zu einer gesellschaftlichen Elite erklären, um den Gegensatz zu verstehen. Ob jemand eine Praxis führt, ein Unternehmen aufbaut oder angestellt arbeitet, ist dafür unerheblich. Entscheidend ist etwas anderes: Diese Menschen wissen, dass........
