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Der Downfall von Lizzo – eine Fall-Studie

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26.06.2026

„I just took a DNA test, turns out I’m a 100% that bitch“: Mit Zeilen wie diesen räumte Musikerin Lizzo vor nicht allzu vielen Jahren das Musikbusiness von hinten auf, gewann Grammys und toppte die Charts. Songs wie „Truth Hurts“, „About Damn Time“ oder „Good as Hell“ waren der Inbegriff des 2010er-Optimismus: Empowernde Worthülsen, Body Positivity und „Ich-bin-die-Geilste“-Affirmationen beherrschten unsere Social-Media-Feeds und mit dem Auftauchen von Lizzo auch unsere Playlists.

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Nicht nur ihre Musik, sondern auch ihr Body machte Lizzo so spannend, relatable und sympathisch: Sie war ganz eindeutig mehrgewichtig – bezeichnete sich selbst als „fett“ – und feierte genau das. Sie dachte nicht daran, an diesem Umstand etwas zu ändern, trug genauso wie jedes andere Pop-Girl Glitzer-Bodysuits und postete Bikini-Bilder.

Skinny Culture statt Body Positivity

2026 sieht die Sache ein bisschen anders aus. Dass Artists nach einem großen Hype erstmal beweisen müssen, dass sie an ihren Erfolg anschließen können, und dass genau das nicht immer klappt, ist erstmal normal. Im Fall von Lizzo gestaltet sich das Ganze extremer: Sie ist komplett unten durch. Sowohl menschlich als auch musikalisch hat Lizzo es nicht geschafft, ihre Versprechen einzuhalten. Das ist zum Teil ihre Schuld, liegt aber auch daran, dass die Pop-Welt nicht........

© Wiener Zeitung