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Warum dir die Fliege immer in der Zeit voraus ist

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24.09.2026

Stubenfliegen nehmen durch ihre Facettenaugen und schnellen Stoffwechsel Zeit viermal schneller wahr als Menschen.

Schildkröten leben in einer verlangsamten Welt, nehmen weniger Bilder pro Sekunde wahr und werden sehr alt.

Das individuelle Zeitempfinden hängt vom Stoffwechsel und der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit des jeweiligen Lebewesens ab.

Stubenfliege nimmt bis zu 250 Bilder pro Sekunde wahr, Mensch ca. 60.

Fliege hat rund 8.000 Einzelaugen in zwei Facettenaugen.

Flügelschläge der Fliege: bis zu 330 pro Sekunde, Geschwindigkeit ca. 10 km/h.

Älteste Schildkröte: Jonathan, 194 Jahre alt; Adwaita starb mit ca. 256 Jahren.

Stubenfliegen nehmen durch ihre Facettenaugen und schnellen Stoffwechsel Zeit viermal schneller wahr als Menschen.

Schildkröten leben in einer verlangsamten Welt, nehmen weniger Bilder pro Sekunde wahr und werden sehr alt.

Das individuelle Zeitempfinden hängt vom Stoffwechsel und der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit des jeweiligen Lebewesens ab.

Stubenfliege nimmt bis zu 250 Bilder pro Sekunde wahr, Mensch ca. 60.

Fliege hat rund 8.000 Einzelaugen in zwei Facettenaugen.

Flügelschläge der Fliege: bis zu 330 pro Sekunde, Geschwindigkeit ca. 10 km/h.

Älteste Schildkröte: Jonathan, 194 Jahre alt; Adwaita starb mit ca. 256 Jahren.

Die Uhr in meiner Küche tickt. Ich sitze noch immer beim Frühstück, obwohl ich eigentlich längst damit fertig und angezogen sein sollte, um den Zug in Richtung Arbeit zu erreichen. Aber ich kann nicht weg, ich muss noch etwas erledigen, noch etwas schaffen, das mich seit Tagen weder in Ruhe frühstücken noch abendessen lässt: Ich muss endlich diese stets nervig brummende Fliege erwischen, deren Lieblingsbeschäftigung es ist, von meinem Müsli zum Fruchtsaft und von dort zum Obst und wieder zurückzufliegen.

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Dazwischen liegen gefühlt 100 erfolglose Versuche von mir, sie mit der Hand zu fangen und ins Freie zu bugsieren. Ich nähere mich ihr von links, dann von rechts, von vorne und von hinten – die Fliege ist mir immer Sekunden voraus. Sie scheint meine Gedanken zu lesen und flüchtet, bevor ich meine Hand überhaupt erst geöffnet habe.

Ganz so übernatürlich sind ihre Fähigkeiten allerdings nicht. Vielmehr nimmt sie mich in Zeitlupe wahr: meine Hand, wie sie sich öffnet, meinen Mund, wenn ich wieder einmal fluche, weil ich sie nicht erwischt habe. Der Grund dafür sind ihre Augen, genauer gesagt rund 7.000 Einzelaugen, die sich zu zwei „Facettenaugen“ formen, und mit denen sie mich verfolgt und austrickst. Mit diesen nimmt die Stubenfliege viermal so viele Bilder pro Sekunde wahr wie ich, weshalb ihre Welt – in Relation zu meiner – extrem beschleunigt ist.

Schneller Stoffwechsel, schnelles Leben

Konkret sind es bis zu 250 Bilder pro Sekunde, während ich in dieser Zeit gerade einmal 60 schaffe. Dazu kommt ihr flinkes Gehirn – ja, meine Stubenfliege sieht nicht nur mehr, sondern denkt auch schneller als ich. Grund dafür ist ihr Stoffwechsel, der ebenfalls auf Hochtouren arbeitet. Letztendlich geht es um die Flimmerverschmelzungsfrequenz – so der Fachausdruck – die........

© Wiener Zeitung