Der Glow-Effekt bei Katzen
Katzen sehen in der Dämmerung sechsmal besser als Menschen dank Tapetum lucidum und hoher Stäbchendichte.
Die Pupillen von Katzen können sich bis zu 13 Millimeter öffnen und lassen so mehr Licht ins Auge.
Einige Nachtfalter wie Deilephila elpenor können bei wenig Licht Farben sehen, was Katzen und Menschen nicht können.
Tapetum lucidum reflektiert Licht, Katzenaugen leuchten dadurch im Dunkeln.
Bei Insekten wird das Licht durch Luftröhrchen hinter ihren tausenden Einzelaugen reflektiert (Facettenaugen).
Wissenschaftler:innen sind sich uneins, ob das Auge etwa 40- bis 65-mal unabhängig voneinander entstanden ist, oder auf einen Prototypen zurückgeht.
Katzen sehen in der Dämmerung sechsmal besser als Menschen dank Tapetum lucidum und hoher Stäbchendichte.
Die Pupillen von Katzen können sich bis zu 13 Millimeter öffnen und lassen so mehr Licht ins Auge.
Einige Nachtfalter wie Deilephila elpenor können bei wenig Licht Farben sehen, was Katzen und Menschen nicht können.
Tapetum lucidum reflektiert Licht, Katzenaugen leuchten dadurch im Dunkeln.
Bei Insekten wird das Licht durch Luftröhrchen hinter ihren tausenden Einzelaugen reflektiert (Facettenaugen).
Wissenschaftler:innen sind sich uneins, ob das Auge etwa 40- bis 65-mal unabhängig voneinander entstanden ist, oder auf einen Prototypen zurückgeht.
Es ist wieder einmal spät geworden, und ich gehe vom Bahnhof heim. Es wird schon dunkel, in der Dämmerung kann ich gerade noch die Bäume und Sträucher als tiefschwarze Flecken erkennen, die sich vom silbrig-grauen Himmel abheben. Ich schalte meine Handy-Taschenlampe ein. Da plötzlich: zwei kleine, leuchtende Punkte am Ende meines Weges. „Die Nachbarskatze“, denke ich – da sind die Punkte schon wieder verschwunden.
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Während ich nachhause stolpere und mich zum nächsten Lichtschalter taste, sobald ich angekommen bin, zieht sie los und nutzt eines ihrer wichtigsten Sinnesorgane, um die Nacht zum Tag zu machen, um zu jagen und zu fressen: ihre Augen. Denn anders als bei uns Menschen sind diese mit speziellen Lichtverstärkern ausgestattet, die sie in der Dämmerung sechs- bis achtmal besser sehen lassen als uns.
Ein Teppich, der leuchtet
Wie das genau funktioniert? Hauptverantwortlich dafür ist der sogenannte leuchtende Teppich – auch Tapetum lucidum genannt. Dieses Gewebe fungiert als Spiegel, der das einfallende Licht reflektiert und noch einmal durch die Netzhaut wirft, wodurch es zweimal genutzt wird. Dadurch wird selbst schwaches Licht gut verwertet, und die Nachbarskatze sieht in der Dämmerung besser als ich. Und: Ihre Augen haben geleuchtet, als ich sie mit meiner Taschenlampe angestrahlt habe, weil das Tapetum lucidum diesen Lichtstrahl gespiegelt hat.
Dazu kommt, dass sich in ihren Augen dreimal so viele lichtempfindliche Sinneszellen befinden wie bei mir: die Stäbchen, wie sie auch genannt werden, die bereits bei einer minimalen Menge an Restlicht aktiv werden. Sie helfen, Hell-Dunkel-Kontraste, Graustufen und Bewegungen zu registrieren. Während Katzen rund 600.000 Stäbchen pro Quadratmillimeter Netzhaut an der hinteren Wand des Auges aufweisen, sind es bei mir lediglich 200.000. Meine Nachbarskatze hat mich daher vermutlich lange, bevor ich sie gesehen habe, entdeckt, als ich den Weg entlanggekommen bin.
Von Schlitzen zu Tellern
Und noch etwas spielt eine........
