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Endlich ein Gesetz gegen Greenwashing – ist es das Richtige?

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06.09.2026

Vor zwei Wochen war ich in New York. Einer meiner besten Freunde heiratete. Ich gebe es zu: Markus lebt seit 20 Jahren dort, ich war ihn ein paar Mal besuchen. (Und bevor sich jetzt wer aufregt: Ich habe niemals behauptet, dass ich als Einzelperson alles richtig mache. Ich weiß das. Dies nur zur Verhinderung der gehässigen Mails, die sowieso kommen werden.) Diesmal hatte ich für drei Tage vor der Hochzeit Manhattan für mich. Einfach nur durch die Straßen spazieren; eine Stadt in den USA, die Donald Trump hasst, auf mich wirken lassen; schauen, ob und was sich seit meinem letzten Besuch verändert hat.

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Abgesehen davon, dass alles signifikant teurer geworden war als vor der Pandemie, fiel mir eines besonders auf: 2019 war die Stadt noch voll mit lauter Nachhaltigkeitskommunikation – okay, gut, Greenwashing. An jeder Ecke Werbung für Recycling, Hinweise, dass Plastiksackerl und Strohhalme bähbäh seien, und vegane Lebensmittel waren überhaupt der heiße Sch… – kaum ein Restaurant, das nicht auf der Speisekarte vor dem Lokal spezielle vegane Gerichte anpries. Diesmal hing an jeder Ecke der Hinweis auf Matcha Latte im Sonderangebot, vor ein paar Jahren musste es noch der Matcha Latte mit Pflanzenmilch sein. Ja, vieles davon war Blödsinn, aber es zeigte: Der „sustainable lifestyle“ war in, die wichtigste Zielgruppe waren die LOHAS – das steht für Lifestyle of Health and Sustainability.

Nachhaltigkeit ist anscheinend aus der Mode

Inzwischen geht es anscheinend nur noch um Gesundheit und Proteine. Von Nachhaltigkeitsbotschaften war absolut nichts mehr zu sehen. Mich machte das traurig, weil es ein erschreckendes Signal der Gegenwart zu sein scheint: Nachhaltigkeit scheint egal geworden zu sein. In den USA lässt sich das wohl auch durch Trump erklären, der bereits........

© Wiener Zeitung