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Airbnb in Europa: Wenn Wohnraum verdrängt wird

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10.08.2026

Kurzzeitvermietungen boomen europaweit: Fast 1 Mrd. Übernachtungen über Airbnb, Booking & Expedia in Europa 2025

In Wien verdrängt der Trend vor allem junge Menschen vom Wohnungsmarkt; die 2024 eingeführten Vermietungslimits zeigen bisher kaum Wirkung

Andere Städte reagieren strenger: Amsterdam hat Kurzzeitvermietungen fast geviertelt, Barcelona will Airbnbs bis 2028 komplett verbieten

Kurzzeitvermietungen in Europa wachsen deutlich schneller als klassische Hotelübernachtungen

Wien verliert Wohnraum– die 2024 eingeführten Regeln wirken bislang kaum

Amsterdam zeigt mit strengeren Regeln deutliche Erfolge, Barcelona will Airbnb sogar ganz verbieten – Wien hinkt mit einer geplanten Registrierungspflicht hinterher.

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Wo früher jemand dauerhaft wohnte, steht heute ein Schlüsseltresor neben der Eingangstür. Alle paar Tage reisen neue Gäste an, bleiben ein Wochenende oder eine Woche und ziehen wieder weiter. Kurzzeitvermietungen gehören längst zum Stadtbild vieler europäischer Metropolen – auch in Wien.

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Jede Minute werden auf dem europäischen Markt für Kurzzeitvermietungen durchschnittlich 162 Übernachtungen über Airbnb, Booking und die Expedia Group gebucht. Das entspricht europaweit rund 2,61 Millionen Übernachtungen täglich und beinahe einer Milliarde pro Jahr. Der sogenannte Plattformtourismus ist aktuell so beliebt wie noch nie zu vor.

Doch der Trend hat eine Kehrseite. Denn wo Ferienwohnungen entstehen, verschwindet Wohnraum für die lokale Bevölkerung. Wien befindet sich europaweit auf Platz sieben der beliebtesten Reiseziele auf Plattformen wie Airbnb – und die Folgen sind spürbar. Auf 1.000 Wiener:innen entfielen 2025 mehr als 3.500 Übernachtungen durch die Online-Plattformen – im Salzburger Pinzgau und Pongau waren es sogar 21.000.

Wenn Wohnraum für junge Menschen knapp wird

Gemessen an der Bevölkerungszahl zählt Wien zu den am stärksten wachsenden Städten Europas. Besonders junge Erwachsene zwischen 25 und 34 Jahren, die studieren, erwerbstätig werden oder auch junge Paare, die eine Familie gründen wollen, zählen laut Statistik Austria zur Hauptgruppe........

© Wiener Zeitung