Wie nachhaltig können Rechenzentren tatsächlich sein?
Rechenzentren wie Digital Realty in Wien setzen auf Luftkühlung und Wärmerückgewinnung, vermeiden Wasserverbrauch, benötigen aber mehr Strom.
Nachhaltigkeit hängt von Größe, Standort, Energiequelle und indirekten Prozessen wie Chipproduktion und Elektroschrott ab.
Auch die grünsten Rechenzentren verursachen einen erheblichen ökologischen Fußabdruck; ein perfektes, nachhaltiges Rechenzentrum existiert nicht.
Digital Realty in Wien-Floridsdorf nutzt Luftkühlung, Wasserverbrauch: 0.
Klinik Floridsdorf deckt bis zu 70 % ihres Wärmebedarfs durch Server-Abwärme.
Digital Realty deckt in Österreich 100 % des Stroms mit erneuerbarer Energie.
Google-Rechenzentrum in Kronstorf entnimmt 200 Liter Wasser/Sekunde aus der Enns.
Rechenzentren wie Digital Realty in Wien setzen auf Luftkühlung und Wärmerückgewinnung, vermeiden Wasserverbrauch, benötigen aber mehr Strom.
Nachhaltigkeit hängt von Größe, Standort, Energiequelle und indirekten Prozessen wie Chipproduktion und Elektroschrott ab.
Auch die grünsten Rechenzentren verursachen einen erheblichen ökologischen Fußabdruck; ein perfektes, nachhaltiges Rechenzentrum existiert nicht.
Digital Realty in Wien-Floridsdorf nutzt Luftkühlung, Wasserverbrauch: 0.
Klinik Floridsdorf deckt bis zu 70 % ihres Wärmebedarfs durch Server-Abwärme.
Digital Realty deckt in Österreich 100 % des Stroms mit erneuerbarer Energie.
Google-Rechenzentrum in Kronstorf entnimmt 200 Liter Wasser/Sekunde aus der Enns.
Ausweis, Fingerabdruck, Sicherheitsschleuse. Fünf Meter weiter. Ausweis, Fingerabdruck, Sicherheitsschleuse. Hier kommt niemand rein, der nicht rein soll.
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Kein Wunder. Wenn hier, in dem unauffälligen Betonklotz im Norden Wiens, jemand den Stecker zieht, gehen bei einem Streamingdienst, einem Mail-Provider oder einer Sozialeinrichtung die Lichter aus. Hinter den zwei Sicherheitsschleusen und ein paar weiteren schweren Türen verbergen sich die Server von rund 180 Unternehmen. Für sie ist das Rechenzentrum der Firma Digital Realty das Tor zum World Wide Web.
Wer in Österreich eine Website aufruft, kommt in den meisten Fällen auch mit Digital Realty, dem größten Rechenzentrumsbetreiber hierzulande, in Kontakt. Der Klotz in Wien-Floridsdorf mag noch so unauffällig sein, ohne ihn würden in Österreich viele Unternehmen lahmliegen, Chatbots keine Antworten geben und Onlineshops keine Bestellungen entgegennehmen.
Der Klotz steht hier seit dem Jahr 2000. Bis vor wenigen Monaten interessierte sich kaum jemand für ihn.
Kronstorf ist eine Chance zu zeigen, was wir hier machen
Doch seit Google in Kronstorf in Oberösterreich ein Rechenzentrum bauen lässt und landauf, landab über dessen Wasser-, Energie- und Bodenverbrauch diskutiert wird, rückt auch Digital Realty ins Rampenlicht. „So viele Interviews wie in den letzten Monaten“ habe er noch nie gegeben, sagt Yves Zischek, seit vergangenem Jahr Geschäftsführer der Digital Realty Austria. Und er sagt: „Kronstorf ist eine Chance zu zeigen, was wir hier machen.“ Denn Digital Realty will es anders machen als die anderen, nachhaltiger, umweltfreundlicher, grüner.
Rechenzentren sind für Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert unverzichtbar – und ihr ökologischer Fußabdruck ist desaströs. Wie bei vielen Schlüsseltechnologien der vergangenen Jahrhunderte, bei der Dampfmaschine wie beim Verbrennungsmotor, stellt sich bei Rechenzentren die Frage: Wer zahlt den Preis? Wie viel Natur und menschliche Gesundheit wollen wir Produktivitätszuwächsen und Wirtschaftswachstum opfern? Wie kann ein Kompromiss zwischen Umweltschutz und einer leistungsfähigen Infrastruktur........
