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Übermüdet am OP-Tisch: Wie Ärzt:innen am Limit arbeiten

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07.04.2026

Ärzt:innen berichten von chronischer Überlastung und Personalmangel im Krankenhausalltag. Dies führe zu erhöhter Fehleranfälligkeit.

Fehlende Ausbildung, mangelnde Digitalisierung und hohe Bürokratie erschweren die Arbeit zusätzlich.

Reformen wie bessere Bezahlung, klare Patient:innensteuerung und einheitliche Ausbildung werden als dringend notwendig erachtet.

74 Prozent der Spitalsärzt:innen unter 65 halten ihre Belastung bis 65 für nicht tragbar

In Niederösterreich fehlen Ärzt:innen zwischen 40 und 60 Jahren

40 Prozent der Wiener Spitalsärzt:innen waren 2022 burnoutgefährdet

Spitalsärzt:innen verbringen 39 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Administration

Ärzt:innen berichten von chronischer Überlastung und Personalmangel im Krankenhausalltag. Dies führe zu erhöhter Fehleranfälligkeit.

Fehlende Ausbildung, mangelnde Digitalisierung und hohe Bürokratie erschweren die Arbeit zusätzlich.

Reformen wie bessere Bezahlung, klare Patient:innensteuerung und einheitliche Ausbildung werden als dringend notwendig erachtet.

74 Prozent der Spitalsärzt:innen unter 65 halten ihre Belastung bis 65 für nicht tragbar

In Niederösterreich fehlen Ärzt:innen zwischen 40 und 60 Jahren

40 Prozent der Wiener Spitalsärzt:innen waren 2022 burnoutgefährdet

Spitalsärzt:innen verbringen 39 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Administration

Am falschen Knie operiert, ein gesunder Lungenflügel wegen möglicher Fehldiagnose oder eine Gebärmutter wegen verunreinigter Gewebeprobe entfernt: Zuletzt häuften sich Berichte über kritische Vorfälle in Spitälern. Das wirft Fragen auf: Unter welchen Bedingungen wird im Krankenhaus gearbeitet?

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Vier Ärzt:innen aus unterschiedlichen Abteilungen und Spitälern erzählen der WZ, wie ihr Arbeitsalltag wirklich aussieht – und welche Verbesserungen sie im Spitalwesen für dringend notwendig halten.

Johanna Zechmeister ist Radiologin in Ausbildung im Landesklinikum Mödling und Kurienobmann-Stellvertreterin der niederösterreichischen Ärztekammer. Sie sagt im Gespräch mit der WZ: „Die Arbeitsbelastung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verdichtet. Ruhigere Phasen gibt es kaum noch, Patient:innen kommen auch nachts rund um die Uhr.“

Erschöpfung könne die Fehleranfälligkeit erhöhen: „Wenn man die ganze Nacht durcharbeitet, ist man übermüdet, und das führt dazu, dass Ärzt:innen mehr Fehler machen.“ Zechmeister vergleicht die Situation mit der von Pilot:innen: „Niemand würde in ein Flugzeug steigen, wenn der Pilot die ganze Nacht durchgearbeitet hat.“ Es brauche in Krankenhäusern daher größere Abteilungen, damit die Belastung in 25-Stunden-Diensten zumutbar sei.

In sämtlichen Kliniken in Niederösterreich fehlen laut Zechmeister Ärzt:innen zwischen 40 und 60 Jahren, viele eröffnen nach der Ausbildung wegen besserer Rahmenbedingungen ihre eigene Praxis. Mit Sorge blickt sie auf die kommende Pensionierungswelle: „In den nächsten Jahren werden wir viele Kolleg:innen........

© Wiener Zeitung