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Frauenbudget: Großes Plus mit Minus im Kleingedruckten

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19.06.2026

Die guten Nachrichten zuerst: Mit dem soeben präsentierten Doppelbudget 2027/28 wurde von der österreichischen Bundesregierung ein Plus von 20 Millionen Euro für das Frauenbudget zur Verfügung gestellt. 55 Millionen Euro werden in den nächsten zwei Jahren für Frauenagenden reserviert – das ist eine saftige Erhöhung von 61 Prozent im Vergleich zu 2026.

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Damit ist Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner etwas gelungen, woran ihre Vorgängerinnen scheiterten. Diese nämlich verbuchten es schon als Erfolg, wenn Frauenbudgets nicht gesenkt wurden. Eine Erhöhung ist also, noch dazu in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage inklusive riesigem Budgetloch und EU-Defizitverfahren, ein beachtlicher feministischer Erfolg.

Gewaltschutz, Gleichbehandlung, Mädchenberatung

Zum einen soll das erhöhte Budget in den Gewaltschutz fließen, in Form von Mitteln für Frauenhäuser, Krisenintervention, Gewaltambulanzen, Gewaltschutzzentren und juristische Prozessbegleitung. Das ist auch dringend nötig, denn Gewalt gegen Frauen ist in Österreich ein riesiges und nicht mehr zu ignorierendes Problem. Stand heute (19. Juni) wurden im Jahr 2026 bereits 14 Frauen von Männern ermordet – meist von ihren Ehemännern, romantischen Partnern, Ex-Männern oder Ex-Partnern, weniger häufig von ihren........

© Wiener Zeitung