Andrews Verstrickungen: Jetzt muss im Glutnest der Epstein-Affäre ermittelt werden
Andrew Mountbatten-Windsor stolpert über seine engen Verbindungen zum Missbrauchstäter Jeffrey Epstein und den Vorwurf des Geheimnisverrats. Dass er jetzt festgenommen wurde und vorerst ins Gefängnis muss, ist für die britische Monarchie ein nie dagewesener Skandal. Was würde Queen Elizabeth II. sagen, wenn sie das miterlebt hätte? Trotz aller schon damals bekannten Skandale hielt die Queen ihre schützende Hand über ihren Lieblingssohn.
Das wäre jetzt nicht mehr möglich, ohne die Krone zu beschmutzen. Für König Charles lautet das Motto: mitspielen und größtmögliche Distanz zum jüngeren Bruder aufbauen. Dafür hat er ihm Ende 2025 bereits den Adelstitel und das Anwesen entzogen. „Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen“, sagte Charles jetzt. In der Tat ist es ein gutes Zeichen, dass die Ermittlerinnen und Ermittler in Großbritannien und dem restlichen Europa dranbleiben an diesem Fall und seinen Akteuren.
Nach Andrews Festnahme: Experten erwarten „drastische“ Folgen für Charles & Co.
Prinz Andrew in den Epstein-Files: Was wird ihm vorgeworfen?
Andrews Festnahme ist ein gutes Zeichen
Auch wenn das um Jahre zu spät kommt: Für die Gesellschaft ist es ein gutes Zeichen, dass Täter verfolgt werden und den Opfern geglaubt wird. Täter-Opfer-Umkehr und Relativierungen gibt es leider gerade bei Missbrauchsfällen noch immer zu oft.
Umso mehr werfen die europäischen Ermittlungen ein Schlaglicht auf die USA, das Glutnest der Epstein-Affäre. Das US-Justizministerium hat kein Interesse, das scheußliche Netzwerk zu durchleuchten und mutmaßliche Täter zu ermitteln. Tausende zum Teil geschwärzte Akten kommentarlos ins Netz zu stellen, ersetzt keine seriöse Strafverfolgung. Für die USA, die sich bei der Sicherheitskonferenz wieder als moralische Vorreiter für Europa inszeniert haben, ist der Umgang mit der Epstein-Affäre einfach beschämend.
