E-Wirtschaft: Weniger PV, spätere Ziele, mehr Kosten für Haushalte
Bedenken bei Wind, Wasser und Wasserstoff
Negativ-Preise für PV-Einspeiser
Energiegemeinschaften: faire Kostenbeteiligung
Nur eineinhalb Jahre nach seiner letzten Stromstrategie – damals noch vom Grün-Optimismus der zuständigen Klimaministerin Leonore Gewessler geprägt – hat der Branchenverband Österreichs Energie seine Berechnungen nachjustiert. Selbstredend für einen Lobbyverband von Kraftwerksbetreibern will man am Ziel festhalten, Österreichs Wirtschaft zu elektrisieren, ein „No-Brainer“, nennt es Verbandspräsident und Chef von Stromriese Verbund Michael Strugl, auch unter dem Eindruck von aktuellen kriegsbedingten Preissteigerungen in der fossilen Parallelwelt.
Und doch: In der eben präsentierten Neuauflage „Das Zielbild der E-Wirtschaft“ (Studie von Compass Lexecon) geht man nun daran, einige der heiligen Kühe zu schlachten, die etwa auch die Grünen damals noch mit Vehemenz in ihren Gesetzen verankert hatten. Die Transformation geht doch nicht so schnell und radikal, wie gedacht.
So kritisiert etwa Geschäftsführerin Barbara Schmidt grundsätzlich den Rechentrick des jahrelang politisch postulierten Ziels, durchschnittlich (!) oder „bilanziell“ sollen 100 Prozent des Stromverbrauchs in Österreich bis 2030 aus erneuerbaren Kraftwerken kommen. Es verdeckt die Versorgungsprobleme mit Grünstrom, für die Durchschnittswerte übers Jahr irrelevant sind. Für die E-Wirtschaft ausschlaggebend sind vielmehr – erstmals so genau berechnet – jene 77 Prozent des Jahres, wo Wind, Wasser und Sonne phasenweise nicht einmal die Hälfte liefern, trotz aller Ausbaurekorde bei Kraftwerken.
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