Bio Austria: Streit um Bio-Lizenzen
Totschnigs Quotenproblem
Bioskandal vor Gericht
Aufregung in der Biobranche: Österreichs größter Biobauernverband Bio Austria, der über das Lizenzierungssystem einer Tochtergesellschaft die österreichische Bio-Futtermittelproduktion kontrolliert, hat vor wenigen Wochen die obligaten Lizenzverträge mit den Herstellern gekündigt, bestätigt der Verband. Ungleichheiten sollten beseitigt, Lizenzgebühren erhöht werden. Nicht alle Unternehmen goutieren die neuen, teureren Bedingungen, heißt es bei diesen, ein Teil verweigert die Unterschrift unter die neuen Verträge. Jetzt ist Feuer am Stalldach. Denn weniger Bio-Lizenzen heißt weniger Bio-Tierfutter, und weniger Bio-Tierfutter heißt weniger heimische Bio-Ware.
Der Futtermittelstreit kommt freilich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Bio Austria steht ohnehin vor einem Mehrfrontenkampf. Zwar klettert die Nachfrage auf ein Rekordhoch – die Konsumenten lassen mittlerweile satte zwölf Prozent ihrer Ausgaben für Frischware in den Supermärkten für Bio-Hühner, garantiert pestizidfreies Gemüse oder Milch von glücklichen Kühen springen. Doch gleichzeitig geht nach Jahren der Steigerung die Anzahl der Biobauern zurück. Und bis sich die EU auf einen neuen Rechtsrahmen einigt, sind Förderungen für Neueinsteiger ausgesetzt. Wenn diese nicht schnell „fit für die Zukunft“ gemacht werden, so warnt Bio-Austria-Verbandsobfrau Barbara Riegler gar, „droht ein Unterbietungswettbewerb in Europa, zulasten der Gestaltung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft“.
Dass sich die Zahl der heimischen Biobauern abseits der Kalamitäten im........
