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Jethro Tulls „J-Tull Dot Com“: Prog-Rock und Internetkultur

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23.09.2026

Kaum vorstellbar: Aber eine Webseite gehört Ende der 90er-Jahre, lange vor Social Media, zum State of the Art, zum letzten Schrei. Findige Musiker mischen spontan technologischen Wandel, Kunstform und Vermarktungsstrategie, indem sie ihre aktuellen Alben nach der eigenen URL benannten.

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Obwohl diese Taktik bereits damals kreativ fragwürdig war, zieht sich der Trend über verschiedene Genres: Etwa die Prog-Rocker von Marillion, die ihr damals aktuelles Album Marillion.com nennen, oder der Country-Musiker Dwight Yoakam, der seiner Platte mit Akustikversionen seiner Songs den sperrigen Titel dwightyoakamacoustic.net verpasst.

Jethro Tull reflektiert digitale Liebe in neuem Song

Und Jethro Tull. Die Prog-Rock-Veteranen veröffentlichen seit 1968 Alben. Im Jahr 1999 wandeln sie mit „J-Tull Dot Com“ auf Augenhöhe mit dem Zeitgeist. Der Titelsong – wenn man das so nennen kann – „Dot Com“ persifliert die digitale Kommunikation zwischen Liebenden. Es ist der letzte Song, der für die Platte entsteht, deren Titel längst feststeht.

Bei Konzerten kündigt seinerzeit Bandchef Ian Anderson das Lied mit Verweis auf die Webseite und sogar mit Nennung des Webmasters an.........

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