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Von Trump bis Dänemark: Die neue Härte in der Migrationspolitik

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29.07.2026

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Von Trump bis Dänemark: Die neue Härte in der Migrationspolitik

29. Juli 2026 | Wolfgang Sachsenröder

Viele Staaten verschärfen ihre Regeln gegen illegale Zuwanderung. Der internationale Vergleich zeigt, warum Europa vor schwierigen Entscheidungen steht.

VON WOLFGANG SACHSENRÖDER 

Meist zwischen dem vierten und achten Monat begegnen Säuglinge fremden Personen mit Angst, Misstrauen und Abneigung. Dieses Phänomen wird auch Achtmonatsangst genannt.  

Die zahlreichen Einwanderungswellen nach Westeuropa haben jede für sich ihr eigenes Fremdeln bei der einheimischen Bevölkerung ausgelöst, angefangen von den Flüchtlingsströmen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die ersten Gastarbeiter aus Südeuropa stießen auf Misstrauen, ihre zunehmende Integration glich das bald wieder aus. Spätestens seit 2015 wurde die Lage durch den Zustrom von Migranten aus nichteuropäischen Ländern immer komplexer. Die politischen Versäumnisse bei der Unterbringung und Finanzierung des Zustroms rächen sich nun zunehmend. Aus Fremdeln wurde Ablehnung, international als „migration fatigue“ bezeichnet.

Vor allem die Bildung von Ausländerghettos in vernachlässigten Stadtteilen und die Alimentierung wenig integrationswilliger Migranten haben inzwischen für die Stärkung populistisch-nationalistischer Gruppierungen gesorgt, die eine härtere Politik bis zur Remigration fordern. Das ist schon wegen der großen Zahl unrealistisch, laut Eurostat leben in Europa zwischen 87 und 90 Millionen internationale Migranten, davon 45 bis 55 Millionen aus außereuropäischen Ländern. Politisch zunehmend umstritten sind die Migranten aus muslimischen Ländern, die für viele Kritiker als integrationsunfähig oder -resistent gelten.  

„Migration Fatigue“ weltweit: USA, Südafrika, Asien 

Das klassischste aller Einwanderungsländer, die Vereinigten Staaten, hat seine europäischen Migranten integriert, seine Afro-Amerikaner und andere deutlich weniger. Die Theorie wandelte sich vom „melting pot“ zur „salad bowl“. Heute geht das Land unter der Trump-Administration durch eine Phase verschärfter Maßnahmen gegen illegale Migranten, die jahrzehntelang als billige Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und in weniger qualifizierten Dienstleistungsberufen willkommen waren.  

Die rüden Methoden des „Immigration and Customs Enforcement“ (ICE) mit bis zu 10.000 Verhaftungen pro Woche haben allerdings auch für Veränderungen in der Einstellung zur Migration gesorgt. Eine Gallup-Untersuchung vom Juli vorigen Jahres stellt fest, dass die Forderung nach weniger Einwanderung von 55 Prozent 2024 auf 30 Prozent gefallen ist und dass 79 Prozent glauben, Migranten seien gut für das Land. Gleichzeitig sank die Zustimmung zu........

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