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Stahl, Zement, Bürokratie: Wie der neue EU-Klimazoll deutsche Unternehmen belastet

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18.05.2026

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Stahl, Zement, Bürokratie: Wie der neue EU-Klimazoll deutsche Unternehmen belastet

18. Mai 2026 | Reinhard Schlieker

Mit einem neuen CO₂-Grenzanpassungsmechanismus, kurz: CBAM, soll die Welt gerettet werden. Aber wer rettet die deutschen Importeure vor dem hyperbürokratischen Regelwerk?

VON REINHARD SCHLIEKER

Von der Idee her klingt es vernünftig: Wer billige Waren aus Ländern einführt, in denen Klimaschutz kein Thema ist, soll dafür zahlen – so wie europäische Produzenten es längst tun für ihre CO₂-Emissionen am heimischen Standort. Der Carbon Border Adjustment Mechanism (zu deutsch etwa: CO₂-Grenzanpassungsmechanismus), den die EU schrittweise einführt, ist der Versuch, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren. Denn ohne eine solche Abgabe lässt sich natürlich günstiger anbieten. Also unfair gegenüber europäischen Produzenten, sagt die EU (EU-Verordnung (EU) 2023/956). Doch die Maßnahme wird kaum das Klima retten – wohl aber die Bürokratie nochmals massiv ausweiten.

Seit Oktober 2023 schon läuft die Übergangsphase, seit Anfang 2026 gelten nun erste verbindliche Zahlungspflichten, ab 2027 muss dann wirklich rückwirkend gezahlt werden. Was in Brüssel als Meilenstein der Klimapolitik gefeiert wird, empfinden viele Unternehmen, Importeure und besonders Logistikfirmen in Deutschland schlicht als das, was es eben auch ist: Ein weiterer dicker Brocken Bürokratie in einem ohnehin schon schwer begehbaren Regelungsdickicht.

Was der CBAM alles verlangt – und was das bedeutet

Im Kern funktioniert der Klimazoll wie jede CO₂-Bepreisung bei Grenzübertritten. Wer bestimmte Waren aus Nicht-EU-Ländern importiert – zunächst Stahl, Eisen, Aluminium, Zement, Düngemittel, Strom und Wasserstoff –, muss sogenannte CBAM-Zertifikate erwerben, die dem CO₂-Preis im EU-Emissionshandel entsprechen. Liegt der Emissionspreis, wie zuletzt, bei rund 60 bis 70 Euro pro Tonne CO₂, kann das die Importkosten bei emissionsintensiven........

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