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Auswanderung: Deutschland verliert seine besten Köpfe

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06.09.2026

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Auswanderung: Deutschland verliert seine besten Köpfe

05. September 2026 | Rainer Zitelmann

Immer mehr gut qualifizierte Deutsche wandern aus. Ein neues Buch erklärt, warum Leistungsträger innerlich kündigen.

21 Prozent der jungen Deutschen zwischen 14 und 29 Jahren planen konkret, Deutschland zu verlassen. 41 Prozent können sich das grundsätzlich vorstellen. Auch in der Gesamtbevölkerung denkt jeder Fünfte über Auswanderung nach. Sicherlich: Nicht jeder, der sagt, dass er über Auswanderung nachdenkt, geht auch. Aber viele gehen tatsächlich, und es werden immer mehr.

269.986 Deutsche haben 2024 das Land verlassen. Die Zahl steht seit Jahren stabil bei einer guten Viertelmillion pro Jahr. Das Phänomen ist nicht neu: Bei den deutschen Staatsangehörigen ist die Wanderungsbilanz seit mehr als zwei Jahrzehnten negativ, das heißt: Es verlassen kontinuierlich mehr Deutsche das Land, als deutsche Rückkehrer wieder nach Deutschland kommen. 2024 lag das Minus bei 81.000, im vergangenen Jahr bei 97.000.

Es gehen die gut Qualifizierten

Das Schlimme daran ist: Es gehen überwiegend gut Qualifizierte, 75 Prozent haben einen Hochschulabschluss. „Es sind“, so schreibt Alexander Steffen in seinem soeben erschienenen Buch „Goodbye Deutschland“, „die Qualifizierten, die Sprachfähigen, die mit Optionen, die anderswo gebraucht werden und auf Deutschland nicht angewiesen sind.“ Und es sind nicht nur jene, die auswandern, sondern die, die innerlich bereits mit diesem Land abgeschlossen haben. „Wenn bezeichnenderweise gerade jene innerlich kündigen, ist das keine Charakterschwäche dieser Leute. Es ist die Quittung für ein Land, das zu lange geglaubt hat, es könne Leistung melken, Freiheit belehren und Erfolg beargwöhnen, ohne dass je eine Rechnung kommt.“

Steffen propagiert nicht die Auswanderung. Er schreibt ausdrücklich, dass er bleiben........

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