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Revolution bei Volkswagen: Der Staatskonzern will keiner mehr sein

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07.07.2026

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Revolution bei Volkswagen: Der Staatskonzern will keiner mehr sein

07. Juli 2026 | Oliver Stock

Am Donnerstag stehen in Wolfsburg Entscheidungen an, die Deutschlands Wirtschaft verändern können. Und die Frage beantworten sollen: Wie viel Mitbestimmung verträgt der globale Wettbewerb?

Dieser Donnerstag ist der D-Day: Dann tagt der Aufsichtsrat von Volkswagen hinter verschlossenen Türen. Und er will das seit 1937 währende Kapitel Staatskonzern abschließen. Gewerkschaften und Betriebsrat haben zu Massenprotesten aufgerufen. Was Erfurt rund um den AfD-Parteitag am Wochenende für die Politik war, könnte Wolfsburg am Donnerstag für die Wirtschaft werden. Ein Unternehmen setzt an, seine Geschichte hinter sich zu lassen. Aber was kommt dann?

Bislang zieht sich als roter Faden durch die VW-Geschichte: Volkswagen ist ein teilstaatlicher Betrieb. Der Konzern wurde einst gegründet, um als Vorzeigebetrieb des NS-Regimes den „Kraft durch Freude-Wagen“ zu bauen, aus dem später tatsächlich der Käfer wurde. Dann kamen Rüstungsprojekte. Nach dem Krieg sicherte sich das Land Niedersachsen per Gesetz ein sogenanntes goldenes Aktienpaket.

Volkswagen war nie ein normales Unternehmen

Es bedeutet: Niedersachsen kann, egal wie hoch sein Anteil an Volkswagen tatsächlich ist, bei Strategieentscheidungen nicht überstimmt werden. Volkswagen ist also in Wahrheit ein Staatskonzern. Er hat - so gesehen - etwas Chinesisches in seiner DNA. Kein anderer DAX-Konzern besitzt ein eigenes Gesetz. Kein anderer Konzern hat einen Ministerpräsidenten im Aufsichtsrat. Kein anderer Konzern wird gleichzeitig von Politik, Betriebsrat und Gewerkschaft mitregiert. Die Konstruktion ist der Grund für den zu gleichen Teilen aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern besetzten Aufsichtsrat. Nirgendwo wird die Mitbestimmung so hochgehalten wie bei Volkswagen.

Der........

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